Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat zum vierten Tag in Folge Verluste eingefahren. Der Leitindex fiel um 0,42 Prozent auf rund 25.983 Punkte und ist damit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang des Monats. Noch in der vergangenen Woche hatte der Dax mit 26.573 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Auch der MDax, der Börsenindex der mittelgroßen deutschen Unternehmen, sank um 0,34 Prozent auf rund 31.716 Punkte.

Zuletzt stiegen die Ölpreise aufgrund des Irankrieges wieder an, was zusammen mit gestiegenen Renditen an den Anleihemärkten die Stimmung an der Börse verschlechterte. So erhöhte sich der Preis für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent und nähert sich wieder der Marke von 100 US-Dollar an. Aufgrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit dem Iran drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem
beispiellosen »Wirtschaftskrieg«.

»Die Lage im Nahen Osten bleibt
angespannt und eine freie Seefahrt in der Straße von Hormus ist eher
Wunschdenken als Realität«, hieß es in einer Einschätzung der Landesbank
Helaba. »Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass sich die
Energiepreise auf einem erhöhten Niveau festgesetzt haben.«

Für steigende Kurse sorgten vor allem Analystenkommentare: Continental legte im Dax um gut ein Prozent zu, im MDax stieg der Aktienkurs von Sartorius um mehr als sechs Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verzeichnete einen Verlust von 0,35 Prozent. Außerhalb der Eurozone gab es keine starken Entwicklungen. Die Börsen in Zürich und London schlossen den Tag mit einem ähnlichen Kursniveau wie am Vortag.

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