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Louisiana (USA) – Ein Sprung ins Wasser endete für einen Mann mit einem Kampf ums Überleben. Nach einem Badeausflug in einem beliebten Stausee im US-Bundesstaat Louisiana infizierte er sich mit einem der gefährlichsten Krankheitserreger weltweit: der sogenannten hirnfressenden Amöbe.

Die Ärzte gehen davon aus, dass der Erreger beim Schwimmen durch die Nase in den Körper gelangte. Von dort aus wanderte die Amöbe wohl über die Nasennebenhöhlen direkt ins Gehirn. Die Folgen sind verheerend: Krampfanfälle, Halluzinationen, Bewusstlosigkeit – in fast allen Fällen endet die Infektion tödlich.

Beim Schwimmen im Lake Claiborne, einem künstlich angelegten Stausee, soll sich der Mann infiziert haben (Archivfoto)

Beim Schwimmen im Lake Claiborne, einem künstlich angelegten Stausee, soll sich der Mann infiziert haben (Archivfoto)

Foto: picture alliance/Zoonar

Infektion verläuft fast immer tödlich

Verursacht wird die seltene Erkrankung durch den Einzeller Naegleria fowleri. Eine wirksame Therapie gibt es bislang nicht. Die Sterblichkeitsrate liegt nach Angaben von Experten zwischen 95 und 99 Prozent.

Das Gesundheitsministerium von Louisiana vermutet, dass sich der Mann beim Schwimmen im Lake Claiborne angesteckt hat. Der künstlich angelegte, rund 2600 Hektar große Stausee im idyllischen Norden des Bundesstaates gilt als beliebtes Ausflugsziel für Schwimmer, Angler und Wanderer.

Der Pfeil zeigt den gefährlichen Einzeller. Wenn kontaminiertes Wasser in die Nase gelangt, kommt es zu einer tödlichen Gehirninfektion

Der Pfeil zeigt den gefährlichen Einzeller. Wenn kontaminiertes Wasser in die Nase gelangt, kann es zu einer tödlichen Gehirninfektion kommen

Foto: picture alliance/BSIP

Erreger weltweit in Süßwasser zu finden

Besonders heimtückisch: Die Amöbe kommt weltweit und besonders häufig in warmen Süßgewässern vor. Mit bloßem Auge ist sie nicht zu erkennen. Wissenschaftler warnen, dass die Erderwärmung das Problem verschärfen könnte. Höhere Lufttemperaturen sorgen für wärmeres Wasser in Seen und Teichen. Für die hirnfressende Amöbe Naegleria fowleri sind das ideale Lebensbedingungen.

Die Schutzempfehlung der US-Behörden klingt verblüffend simpel angesichts einer Krankheit mit einer so hohen Sterblichkeit: Badegäste sollen darauf achten, dass kein Wasser in die Nase gerät. „Beim Tauchen Nasenklammern benutzen oder sich die Nase zuhalten“, empfiehlt das Gesundheitsministerium von Louisiana.