An einer Schule in der schwedischen Kleinstadt Fagersta hat eine Person mehrere Menschen mit einem Schwert angegriffen. Dabei wurde laut der örtlichen Polizei ein Mensch getötet. Drei weitere seien verletzt worden, zwei davon schwer. Nach Informationen des schwedischen Rundfunks soll es sich bei den Schwerverletzten um zwei minderjährige Jungen handeln. Zu der getöteten Person lagen zunächst keine weiteren Angaben vor.

Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden, teilten die Behörden in Fagersta mit. Demnach drang der Verdächtige mit der Waffe in die Brinell-Schule in der Gemeinde nordwestlich von Stockholm ein. Die Boulevardzeitung Aftonbladet meldete, er sei von der Polizei mit einem Schuss ins Bein gestoppt worden. Wie der schwedische Rundfunk berichtete, soll es sich bei dem Angreifer um einen 18-jährigen ehemaligen Schüler der weiterführenden Schule handeln.

Keine Gefahr für Bevölkerung

Umliegende Schulen wurden nach der Schwertattacke geräumt. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, sagte ein Polizeisprecher. Medienberichten zufolge waren mehrere Rettungswagen und Polizeihubschrauber am Einsatzort. Die Polizei durchsuchte die Brinell-Schule.

Ein Schüler sagte dem schwedischen
Fernsehen, er habe gesehen, wie der Angreifer einem Mitschüler in den
Arm gestochen habe. »Sein ganzer Arm war voller Blut, und er sagte: ›Ruft die
Polizei! Ruft die Polizei!‹« Plötzlich seien alle gerannt. »Ich fühle
mich nicht sicher«, sagte ein anderer Schüler. »Und ich bin traurig.« Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der
Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude laut
Medienberichten stundenlang nicht verlassen. Besorgte Eltern warteten
auf dem Schulhof.

Hintergründe der Tat laut Regierungschef noch unklar

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson schrieb in einer SMS an den Fernsehsender
SVT, man wisse noch nicht, was hinter der Tat stecke, »aber wir wissen,
dass die Polizei sehr intensiv arbeitet«. Bei der Schule handelt es sich nach Behördenangaben um eine weiterführende Schule mit rund
500 Schülerinnen und Schülern.

© Lea Dohle

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In den vergangenen Jahren gab es mehrere Angriffe in Schulen in Schweden. Im Februar 2025 drang ein 35-jähriger ehemaliger Schüler in ein Bildungszentrum in der Stadt Örebro ein und tötete zehn Menschen und sich selbst. Es war der schlimmste Schusswaffenangriff in der schwedischen Geschichte. 2022 erstach außerdem ein 18-jähriger Schüler an einer Schule in Malmö zwei Lehrerinnen. Bei einem rassistisch motivierten Angriff 2015 tötete ein 21-Jähriger in einer Schule in Trollhättan drei Menschen mit einem Schwert, ehe er von der Polizei erschossen wurde.

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