Leser beschweren sich über eine Zunahme ausgefallener bzw. gestrichener Flüge der Austrian Airlines auf der Strecke Klagenfurt–Wien. Zurecht?
Mehrere Vielflieger meldeten sich bei der Kleinen Zeitung. Sie beklagen eine Häufung ausgefallener Flugverbindungen von Wien nach Klagenfurt und vice versa. Dies geschieht teilweise Wochen im Voraus, teilweise aber auch kurzfristig. Kommt es tatsächlich vermehrt zu Streichungen und Flugausfällen oder täuscht der Eindruck?
Die Pressestelle der Austrian Airlines (AUA) sieht keine Häufung gestrichener oder umgebuchter Linienflüge auf der Strecke Wien–Klagenfurt. Nach „intensiver Recherche“ habe sich die Flugverbindung als „absolut stabil erwiesen“, heißt es in einer Stellungnahme an die Kleine Zeitung. Die sogenannte „Regularity“ (Regelmäßigkeit) betrage im laufenden Jahr laut AUA 98,7 Prozent. Flugstreichungen fänden demnach „nur im einstelligen Bereich statt“ und seien „durchwegs wetterbedingt“.
„Änderung im Flugplan“
Die AUA-Sprecherin räumt ein, dass eine „längerfristig angekündigte Streichung/Verschiebung auf eine Änderung im Flugplan zurückzuführen“ gewesen sei. Seit Juni (bis September) setzt die AUA überraschend den geplanten Frühflug aus. In der „Regularity“-Auswertung sei das aber nicht enthalten, weil es sich „um langfristig absehbare Änderungen des ursprünglichen Flugplans“ handle, die „immer so rasch wie möglich kommuniziert werden“, teilt die AUA mit. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass die AUA den Frühflug im Winter aus dem Programm nimmt und nur mehr nachmittags von bzw. nach Wien fliegt.
Bemerkenswertes Fazit der AUA: Den Eindruck, dass es auf der Strecke Wien–Klagenfurt vermehrt zu Ausfällen gekommen ist, könne man nicht bestätigen. Man sei sich aber bewusst, dass Flugausfälle und Änderungen im Flugprogramm „unerfreulich“ seien und teilweise eine Neuplanung der Reiserouten erforderlich machten. „Wir setzen wirklich alles daran, unser Flugprogramm wie geplant verlässlich zu fliegen und unseren Gästen im Fall des Falles eine rasche Alternative zu organisieren.“