Bielefeld/Düsseldorf-Weeze. Während 75.000 Besucher auf dem San-Hejmo-Festival in Weeze zu der Musik von Weltstars wie Jason Derulo, Leony oder David Puentez feiern und tanzen, sind auch zwei Studentinnen aus Bielefeld mittendrin. Im Rahmen eines Uniprojekts waren sie am vergangenen Wochenende, vom 14. bis 15. August, auf dem Festivalgelände unterwegs. Gewappnet mit zwei Kameras, verschiedenen Objektiven und einer Menge Speicherkarten, gingen sie rund um die Uhr auf Motivjagd.
Sophie Borchard und Vanessa Ganglberger studieren Film und Fotografie an der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Bielefeld. Die beiden Studentinnen sind vor zwei Jahren gestartet und kommen jetzt ins dritte Jahr. „Ich habe vorher schon eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und einen Bachelor in Medienpsychologie absolviert“, erzählt Borchard. Beides sei allerdings nicht das Richtige gewesen, und so entschied sie sich für den Studiengang an der FHM.
„Ich habe privat oft Videos geschnitten. Zum Beispiel Vlogs zusammen mit meinen Freunden“, sagt die 28-Jährige. Darin hatte sie also bereits Erfahrungen. „Durch das Studium habe ich dann die Fotografie entdeckt.“ Das bereite ihr nicht nur viel Spaß, sie scheint auch sehr gut zu fotografieren. Nicht ohne Grund wurde sie zum zweiten Mal ausgewählt, um beim San-Hejmo-Festival, organisiert vom Radiosender 1 Live, dabei zu sein.
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Unbeschreibliche und surreale Erfahrung beim San-Hejmo-Festival
„Auch in diesem Jahr war es wieder unbeschreiblich und total surreal“, erzählt die gebürtige Bielefelderin. Sie berichtet von einer intensiven und anstrengenden Zeit. „Wir arbeiten sehr viel und lange, aber wenn man dann im Bühnengraben vor der Hauptbühne steht, weiß man, wofür man es macht“, sagt Borchard.
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Vor Ort wird mit einer Shotlist gearbeitet. Hier sind neben Uhrzeiten, Bühnen und Künstlern auch die jeweiligen Fotografen eingetragen. „Man sieht dann, was man wann und vor allem wo fotografieren muss“, erklärt die Studentin. Auch das Bearbeiten und das Hochladen der Fotos gehören zum Festivalalltag. „Alle zwei bis drei Stunden mussten wir in unseren abgesperrten Bereich und unsere Fotos einlesen“, sagt Borchard. So hatte vor allem das Social-Media-Team direkten und schnellen Zugriff auf die Dateien. So konnten die Fotos schnell auf Instagram geteilt werden. Die restlichen Fotos stellen auch im Nachgang den Veranstaltern des Festivals zur Verfügung.
Einige Hürden wurden vor Ort überwunden
Auch Vanessa Ganglberger war dieses Jahr im Rahmen ihres Studiums mit in Weeze dabei. „Man hat einen tollen Austausch mit anderen Fotografen vor Ort. Mit Blick auf soziale Ängste bin ich über meinen Schatten gesprungen“, erzählt sie. Damit meint sie vor allem die Hürde, auf Menschen zuzugehen. Zur Fotografie kam sie vor allem durch das Reisen. „Wenn ich im Urlaub bin, fotografiere ich eigentlich immer. Besonders interessiere ich mich für Wildlife-Fotos“, sagt Ganglberger.
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Ihr persönliches Highlight ist ihr Foto von DJ Noel Holler. So stand sie sogar mit ihm auf der Bühne. Ihre Kommilitonin fand vor allem den Auftritt der Hip-Hop-Band PA 69 besonders. „Ich höre die Musik auch privat. Für mich war es ein Highlight, Fotos von ihnen zu machen“, sagt Borchard. Insgesamt haben die beiden Nachwuchs-Fotografinnen zwischen 10.000 und 15.000 Fotos geschossen. Nach dem Aussortieren und Bearbeiten sind knapp 300 übrig geblieben. Was ebenfalls bleibt: viele Erinnerungen, außergewöhnliche Erlebnisse und neues Wissen über Fotografie.
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