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Ankara — Das türkische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass die Nato-Abwehr eine ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen hat, die in den türkischen Luftraum eingedrungen war.

Einige Trümmer der Munition seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden des Landes gefallen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten.

Trümmer auf türkischem Boden: Nato schießt Iran-Rakete abRaketenangriff auf Türkei: Nato-Mächte alarmiert!

Quelle: Reuters09.03.2026

„Die Nato hat erneut eine Rakete abgefangen, die auf die Türkei gerichtet war. Die Nato bekräftigt ihre Bereitschaft, alle Verbündeten gegen jede Bedrohung zu verteidigen“, teilte Nato-Sprecherin Allison Hart mit.

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Dies war der zweite Abfang seit Beginn des Krieges gegen den Iran aus der Türkei. Am 4. März (vergangenen Mittwoch) war eine Rakete abgeschossen worden, die sich Richtung türkischem Luftraum bewegte.

Damals fielen Trümmerteile auf türkischem Gebiet ab – ein Hinweis darauf, dass auch die wohl iranische Rakete den türkischen Luftraum bereits verletzt haben könnte. Die türkische Regierung erklärte aber, die Rakete habe wohl einen Militärstützpunkt auf Zypern treffen sollen und sei vom Kurs abgekommen. Wollte sie den Vorfall herunterspielen? Die Nato hatte den Iran dagegen umgehend dafür verurteilt, die Türkei „ins Visier zu nehmen“.

Der iranische Generalstab wies die Vorwürfe zurück. In einer offiziellen Erklärung hieß es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei.

Mehr zum ThemaWelches Spiel spielt die Türkei?

Die Türkei verhält sich im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran eigentlich neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. In der Türkei sind aber auch US-Soldaten stationiert. Der Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist in Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind dort rund 1.500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Militär-Drehkreuz in der Region. Der Iran greift seit Kriegsbeginn wiederholt Militärstützpunkte in der Region an – etwa in den Golfstaaten.

Die US-Botschaft in der Türkei sprach unterdessen eine Reisewarnung für die Südosttürkei aus.