Kanye West plant, im kommenden Oktober gleich zwei Konzerte in St. Petersburg zu geben. Allerdings scheinen auch russische Politiker den Rapper nicht so ohne Weiteres in ihrem Land auftreten lassen zu wollen. So fordern konservative Politiker aktuell von Ye, dass er sich öffentlich in Bezug auf die Ukraine positioniert und sich dazu verpflichtet, russische Volkslieder auf seinen Konzerten zu performen.
Kanye West in Russland: Das fordern russische Politiker von dem Rapper
Wie auch schon bei Konzertankündigungen in anderen Ländern, gestaltet sich Kanye Wests Eventplanung in Russland eher kompliziert. Während das Vereinigte Königreich oder auch Frankreich dabei vor allem Kanyes antisemitische Aussagen zitierten, geht es russischen Politikern um einige, sagen wir mal, etwas andere Dinge.
So gibt es einen gewissen Widerstand in der Politik gegen Kanyes Auftritte – unter anderem, weil einige konservative Politiker kulturellen Einfluss aus dem Westen so stark wie möglich eindämmen wollen. Hinzu kommt, dass die Unterstützung des Nationalsozialismus in Russland an sich bereits eine Straftat darstellt, die zu hohen Freiheitsstrafen führen kann. Damit Ye trotz seiner Äußerungen aus der Vergangenheit auftreten kann, fordert der Politiker Nikolay Novichkov beispielsweise von Kanye „moralische Unterstützung für Russland und die militärische Sonderoperation in der Ukraine“.
Ein konservativer Abgeordneter namens Vitali Milonow forderte Ye zudem kürzlich dazu auf, bei seinen Auftritten traditionelle russische Lieder zu singen. Er äußerte dabei die Vermutung, dass Ye dann vielleicht von seinen „widerwärtigen Eskapaden“ Abstand nehmen und in Zukunft ein „normaler Mensch“ werden könnte.
Kanye Wests Auftritte in Russland: Ein Treffen mit Putin?
Aktuell sind die Konzerte für den 11. und 12. Oktober angesetzt. Der Ticketverkauf scheint Berichten zufolge überaus erfolgreich zu sein. Im Zuge dessen wurde Dmitri Peskow, ein Vertreter des Kremls, bei einer Pressekonferenz kürzlich gefragt, ob ein Treffen zwischen Ye und Putin möglich sei. Der hielt scheinbar absolut nichts von dieser Frage – und antwortete nur: „Das ist nicht unser Thema. Das ist nicht ‚Mosconcert‘ – das ist die Präsidialverwaltung.“