Zwar baute der SK Sturm Graz seine lange Ungeschlagen-Serie in der Bundesliga weiter aus, kam am Samstagabend gegen Aufsteiger SC Austria Lustenau über ein maues 1:1-Unentschieden allerdings nicht hinaus. Dadurch verpassten die „Blackies“ auch den vorläufigen Sprung an die Spitze. Nachfolgend die Statements der Steirer!

Für Ingolitsch war es zum Schreien.
„…sehr unsauber“
Fabio Ingolitsch, Trainer SK Puntigamer Sturm Graz:
…über das Spiel: „Wir haben, wenn man ganz ehrlich ist, ein ganz schlechtes Bundesligaspiel gespielt. Wir waren speziell im Ballbesitz sehr unsauber. Wir haben den Gegner eingeladen, seine Stärken auf den Platz zu bringen. Wir wollten heute speziell Konter vermeiden. Wir haben sie mit unkontrollierten Ballverlusten dann auch am Leben gehalten. Kompliment, wie Lustenau das heute gemacht hat. Sie waren, wie ich es auch in der Pressekonferenz gesagt habe, frech und mutig. Sie haben das wirklich gut gemacht und sich den Punkt am Ende des Tages auch verdient.“
…über die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben wirklich nicht viele super Momente generiert. Das war wahrscheinlich das schwächste Spiel in der Saison. Trotzdem hat es dann doch die eine oder andere Chance gegeben, wo wir dann doch kläglich an uns selbst gescheitert sind. Also die Möglichkeit wäre trotzdem da gewesen, dieses Spiel zu gewinnen. Aber am Ende des Tages haben wir es uns auch nicht verdient und deswegen müssen wir mit dem Punkt leben.“
…über den bisherigen Saisonverlauf: „Ich finde, dass wir genau da unterwegs sind, wie der aktuelle Rhythmus ist. Wir haben gute Momente, wir sind noch keine perfekte Mannschaft, das ist klar. Wir haben Highlightspiele gehabt, das muss man schon am Ende des Tages sagen. Aber wir sind jetzt auch wieder in der Realität angekommen. Der Fußball in der österreichischen Bundesliga ist anders. Aber er ist sehr herausfordernd.
Das spielt uns meistens nicht in die Karten, weil wir dieses große Thema, an dem wir uns auch letztes Jahr schon die Zähne ausgebissen haben, dieses Blockbespielen immer noch nicht beherrschen. Das ist die Königsdisziplin im Fußball. Trotzdem hätte ich mir mehr erwartet. Ich hätte auch geglaubt, dass wir da schon einen Schritt weiter sind. Das haben wir heuer auch schon besser gemacht. Deswegen werden wir uns das natürlich im Detail anschauen, morgen aufarbeiten und hoffentlich daraus lernen und es am Ende des Tages auch in den nächsten Wochen besser umsetzen.“
„…Thema mit der Infrastruktur“
Christian Jauk, Präsident SK Puntigamer Sturm Graz:
…über die Zielsetzung: „Jedes Jahr ist es gleich, wir wollen in der Gruppenphase eines Europacup-Bewerbs spielen. Die Europa League ist, wenn man so will, für Sturm Graz unsere Champions League. Das muss man auch sehen, vor allem, wenn man sich den Modus und die Veränderungen auch ansieht. Das ist für Clubs aus kleineren Ligen schwer. Wir haben hier in Graz natürlich noch immer das Thema mit der Infrastruktur, mit dem Stadion, weil es in der Woche auch eine neue Stadtregierung gibt. Hoffentlich geht in der Sache etwas weiter. Ich habe schon öfter ein Angebot gemacht, dass wir einen Großteil übernehmen.
Im vergangenen Jahr haben die österreichischen Vereine nicht gut abgeschnitten. Sturm Graz ist ein bisschen untergegangen, wir haben trotzdem die meisten Punkte geholt. So viele Punkte wie im vergangenen Jahr wollen wir auf jeden Fall holen. Das ist unser Mindestziel.“

Routinier Heil und die „Schwoazn“ erwischten beileibe nicht ihren besten Tag.
„…wildes Spiel“
Ammar Helac, Torhüter SK Puntigamer Sturm Graz:
…über seine Rolle als zweiter Tormann: „Grundsätzlich glaube ich, dass man sich als Profisportler mit sowas nie zufriedengeben kann. Ich sehe das als Weg, den ich gehe. Ich arbeite mich Stück für Stück vor und dann schauen wir, wo die Reise hingeht.“
…über sein erstes Spiel für den Verein: „In erster Linie möchte ich Danke sagen an den ganzen Verein, wie sie mich auch aufgenommen haben. Wir haben ein super Trainerteam, vor allem mit dem Torwarttrainer habe ich ein super Verhältnis. Auch im Tormannteam, was auch sehr wichtig ist, stimmt die Chemie. Ich fühle mich mega wohl. Ich habe es richtig genossen heute, auf dieser Bühne zu spielen. Das Ergebnis ist eher semi, aber wie gesagt, ich freu mich, dass es so geklappt hat.“
…über das Spiel: „Es war ein wildes Spiel. Wir haben leider zu viele einfache Ballverluste gehabt. Wir haben ja gewusst, was auf uns wartet. Wir haben ihnen dann leider doch ziemlich in die Karten gespielt. Wir haben dann zu viele Konter zugelassen und dann am Ende kommt dann so ein Ergebnis zustande.“
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Statement-Quelle: Sky Sport Austria
Fotocredit: RiPu-Sportfotos und GEPA-ADMIRAL