Den größten Publikumszustrom des gesamten Wochenendes hat direkt danach Ski Aggu. Eine unwiderstehliche Kombination, die für das österreichische Partypublikum wie aus einem feuchten Traum geritzt scheint: fette, simple Beats, ein Jüngling mit (Apés)Ski-Brille und platte Juchee-Texte. Dazu ein überdimensionales Abbild des Sängers als Bühnendeko, Laser-Effekte und „Mutter Ikki“, also Ikkimel, als Feature-Gast, die ordentlich Feuer in die Show bringt. Wer hier Tiefgang sucht, findet ihn genausowenig wie zwei Stunden davor bei Mehnersmoos und auch wenn der Berliner zuweilen versucht, mit emotionalen Einsprengseln oder Texten über seine nicht immer friktionsfrei verlaufende Jugend zu brillieren, in Erinnerung bleiben aber nur die Ballermann-Einlagen, die in einigen Jahren vielleicht Party-Kulturgut sind, vielleicht aber auch völlig out of date sind. Ski Aggu können solche Gedankenspiele freilich egal sein. Er lebt im Moment und der Moment gehört ihm.