zwe3426Wiener-Schmidt-Geschichten-aus-dem-Stift-Zwettl

P. Gregor vor dem hl. Bernhard von Johann Georg Schmidt. Nach 300 Jahren zeigen die Farben noch erstaunliche Frische seine barocken Mitbrüder konnte die Malweise des in Böhmen geborenen Künstlers allerdings nicht restlos überzeugen.

Foto:
Stiftsarchiv Zwettl

Anno 1726 lieferte der aus der Nähe von Marienbad stammende Barockmaler Johann Georg Schmidt den Zwettler Zisterziensern ein großformatiges Ölgemälde des hl. Bernhard von Clairvaux – wohl in der Hoffnung, weitere Aufträge lukrieren zu können. Doch es kam anders.

Als 1726 die Großbaustelle am neuen Kirchturm des Stiftes Zwettl ihrer Vollendung entgegensah, begannen auch die Planungen zur Neugestaltung des Kirchenraumes konkrete Formen anzunehmen. Schon längst stand man mit dem Bildhauer und Architekten Matthias Steinl in Kontakt, dessen Anschauungsmodell zum Hochaltar im Spätsommer 1726 nach Zwettl gelangte. Bis ins kleinste Detail sollte dieses das Aussehen des Vorhabens demonstrieren – das künftige Hochaltarbild inklusive.