Heftige Gewitter haben am Donnerstag auch Wien getroffen. Die Berufsfeuerwehr musste zu rund 100 zusätzlichen Einsätzen ausrücken. Besonders betroffen waren Liesing und Meidling – eine Unterführung wurde komplett überflutet.

Eine heftige Gewitterzelle hat am Donnerstagabend auch in Wien für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Rund 100 zusätzliche Alarmierungen kamen laut Berufsfeuerwehr zum üblichen Einsatzaufkommen hinzu.

Der Schwerpunkt lag dabei im Süden und Südwesten der Stadt. Besonders häufig mussten die Einsatzkräfte in Liesing und Meidling ausrücken.

Bäume umgestürzt, Straßen überflutet

Das Unwetter brachte starken Niederschlag und Wind mit sich. Die Feuerwehr wurde hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume und loser Äste alarmiert.

Auch Gerüstteile mussten gesichert werden. Daneben sorgten die großen Wassermengen für überflutete Straßen.

Ein besonders deutliches Beispiel für die Folgen des Unwetters gab es im Bereich Endresstraße/Gatterederstraße in Liesing.

Unterführung in Liesing nicht mehr passierbar

Dort wurde eine Bahnunterführung überflutet. Für Autofahrerinnen und Autofahrer gab es laut Feuerwehr zeitweise kein Durchkommen.

Trotz der zahlreichen Einsätze gibt es eine gute Nachricht: Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl wurde in Wien niemand verletzt.

Wien kam vergleichsweise glimpflich davon

Während die Gewitterzelle auch Wien beschäftigte, waren die Auswirkungen in Teilen Niederösterreichs deutlich dramatischer.

Allein im Bezirk Bruck an der Leitha wurden rund 400 Feuerwehreinsätze registriert. Dort sorgten die Niederschläge innerhalb kürzester Zeit für überflutete Keller und Straßen sowie umgestürzte Bäume.

321 Feuerwehrleute standen im Einsatz.

Menschen aus Hochwasser gerettet

In Haslau an der Donau mussten Insassen aus einem Fahrzeug gerettet werden, das sich im Hochwasser befand.

In Maria Ellend stürzte wiederum ein Baum auf ein Wohnhaus. Mehrere Personen mussten im Bezirk in Sicherheit gebracht werden.

Auch am Flughafen Wien in Schwechat kam es am Donnerstagabend witterungsbedingt zu Verspätungen.

Schwere Schäden auch im Burgenland

Besonders stark erwischte das Unwetter außerdem Kittsee im Burgenland. Dort wurden laut Feuerwehr unter anderem Autos, Straßenlaternen und Schaufenster beschädigt sowie Dächer abgedeckt.

Lkw-Anhänger seien durch den Sturm laut Feuerwehr sogar „wie Schuhkartons umgeworfen“ worden.

Acht Feuerwehren arbeiteten mit 130 Mitgliedern rund 60 Einsatzadressen ab.

Neusiedler See steigt um fast zwei Zentimeter

Zumindest eine andere Folge hatte der Starkregen im Burgenland: Der Wasserstand des Neusiedler Sees stieg bis Freitagfrüh um fast zwei Zentimeter auf 115,03 Meter über Adria.

In Wien standen hingegen vor allem die Aufräumarbeiten nach den zahlreichen kleineren Unwetterschäden im Mittelpunkt. Trotz rund 100 zusätzlicher Feuerwehreinsätze wurden nach Angaben der Berufsfeuerwehr keine Verletzten gemeldet.