Bei den Chipsätzen weist GrapheneOS darauf hin, dass Googles Tensor-Prozessoren gegenüber Qualcomms Snapdragon-Chips in mehreren Bereichen allenfalls eine gleichwertige Alternative oder sogar einen Rückschritt darstellten. Snapdragon-Prozessoren der Spitzenklasse bieten eine höhere CPU- und GPU-Leistung sowie eine bessere Isolierung der einzelnen Komponenten innerhalb des System-on-Chips, darunter die Mobilfunk-, WLAN-, Bluetooth- und GPS/GNSS-Module.

Gleichzeitig erkennt das Projekt an, dass Tensor durch die Kombination mit Googles eigens entwickelten Sicherheitsmodulen Titan M2 und M3 einen großen Sicherheitsvorteil bietet. MTE wurde erstmals mit dem Pixel 8 eingeführt. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 unterstützt MTE zwar ebenfalls, bei den Nicht-Elite-Chips soll die Funktion jedoch fehlerhaft sein. Mit den Snapdragon-Prozessoren der nächsten Generation soll dies durch eine ausgereifte MTE-Unterstützung und verbesserte Sicherheitschips behoben werden.

GrapheneOS hält es für durchaus realistisch, dass künftige Motorola-Flaggschiffe einen besseren Schutz vor Angriffen aus der Ferne bieten könnten als Pixel-Smartphones. Das Sicherheitsniveau der Titan-M2- und Titan-M3-Module bei Angriffen mit physischem Zugriff zu erreichen, dürfte jedoch deutlich schwieriger sein. Dennoch soll eine solide Sicherheitshardware vorhanden sein, die Funktionen der aktuellen Generation wie die in Android 16 QPR2+ vorgesehene Begrenzung aufeinanderfolgender Entsperrversuche unterstützt.