
AUDIO: Besondere Drehorte in Thüringen entdecken (3 Min)
Für große und kleine Filmfans
Stand: 18.08.2026 13:21 Uhr
Thüringens tiefe Wälder, Burgen aus dem Mittelalter und prachtvolle Schlösser bieten die perfekte Kulisse für Märchen. So können sich kleine und große Filmfans im Hennebergischen Museum Kloster Veßra auf die Spuren begeben von „Die kleine Hexe“ oder „Die goldene Gans“. Aber auch die Originalschauplätze anderer Filme wie „Luther“ können hier entdeckt werden – sowie der Drehort für einen Western, das alte London und Astrid Lindgrens Lebensgeschichte. Wir haben Tipps für 15 Ausflüge zu Drehorten.
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Märchen
„Rotkäppchen“ (2005): Freilichtmuseum Hohenfelden
In der ZDF-Verfilmung von „Rotkäppchen“ aus dem Jahr 2005 wird das Grimm’sche Original auf fesselnde Weise neu interpretiert. Die elfjährige Leonie (Kathleen Frontzek) fährt nur widerwillig mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder übers Wochenende zur Großmutter. Nach einer Autopanne verirrt sich das Mädchen im Wald und gelangt zu einem Höhleneingang. Hier beginnt eine spannende Zeitreise, auf der Leonie von der Gegenwart ins Märchenland katapuliert wird und dort zum Rotkäppchen wird. Von nun an nimmt das Märchen der Gebrüder Grimm, so wie wir es kennen, seinen Lauf.

Rotkäppchen reloaded: In Hohenfelden bei Erfurt wurde eine moderne und humorvolle Version des altbekannten Klassikers gedreht.
Gedreht wurde diese moderne und humorvolle Version des altbekannten Klassikers neben der Sächsischen Schweiz auch an einem märchenhaft anmutenden Ort in Thüringen: dem Freilichtmuseum Hohenfelden. Ein Ausflug dorthin fühlt sich etwas wie die Zeitreise an, auf die sich auch das Rotkäppchen im Film begibt. Das Museum präsentiert nämlich eine Vielzahl von historischen Gebäuden, darunter Bauernhäuser, eine Dorfschmiede, ein Brauhaus, Scheunen und Werkstätten, die aus verschiedenen Epochen stammen und bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Die authentisch eingerichteten Räume bieten einen Einblick in das Leben und die Traditionen der Menschen in vergangenen Zeiten. Besucherinnen und Besucher können handwerkliche Vorführungen erleben, an Workshops teilnehmen und die vielfältigen Ausstellungen erkunden, die sich mit Themen wie Landwirtschaft, Handwerk und Brauchtum beschäftigen.
Das Freilichtmuseum ist zudem nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein schöner Ort zum Entspannen und Genießen der Natur. Mit seinen weitläufigen Grünflächen und schattigen Plätzen ist es ideal für Familienausflüge und bietet regelmäßig Veranstaltungen und Feste, die die Kultur und Traditionen der Region lebendig werden lassen.
„Rotkäppchen“ (2005)
Regie: Klaus Gietinger
Die Drehorte besichtigen:
Freilichtmuseum Hohenfelden
Am Eichenberg 1
99448 Hohenfelden
Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintritt:
7 Euro, ermäßigt 5 Euro
Kinder (bis 16 Jahre): 2,50 Euro
Eintritt Nebensaison: Erwachsene 1,50 Euro, Kinder 70 Cent
Barrierefreiheit:
Das Museum ist nur teilweise barrierefrei.
Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Freilichtmuseums.

„Hänsel und Gretel“ (2006): Thüringer Wald
Die Verfilmung von „Hänsel und Gretel“ aus dem Jahr 2006, die unter der Regie von Anne Wild entstand, ist eine sehr düstere Adaption des Märchenklassikers und kommt somit dem Original der Gebrüder Grimm sehr nahe. Das Geschwisterpaar Hänsel (Johann Storm) und Gretel (Nastassja Hahn) wird von den Eltern im Wald ausgesetzt. Dort treffen sie auf die menschenfressende böse Hexe (Sibylle Canonica).

Im Thüringer Wald verlaufen sich „Hänsel und Gretel“ in der atmopshärisch dichten ZDF-Verfilmung.
Der im Film iszenierte Märchenwald ist kein geringerer als der Thüringer Wald. Die Verwendung dieser natürlichen Kulisse verleiht dem Film eine authentische Atmosphäre und lässt die Zuschauer in die geheimnisvolle Welt des Märchens eintauchen. Anders als Hänsel und Gretel werden Sie sich bei einem Ausflug allerdings nicht verlaufen: Die Region rund um den Thüringer Wald bietet zahlreiche gut ausgeschilderte Wanderwege, die durch zauberhafte Landschaften führen, die direkt aus einem Märchenbuch stammen könnten.
Gedreht wurde im Frühjahr 2005 außerdem in Orten wie Elgersburg, Friedrichroda, Georgenthal, Manebach, Mühlberg, Schnepfenthal und Tambach-Dietharz.
„Hänsel und Gretel“ (2006)
Regie: Anne Wild
Die Drehorte besichtigen:
Entdecken Sie wunderschöne Wanderrouten durch den Thüringer Wald, zum Beispiel zur Drachenschlucht bei Eisenach. Oder erkunden Sie Tambach-Dietharz, von wo aus Sie zum Spitterfall, dem höchsten natürlichen Wasserfall in Thüringen, gelangen. Auch entlang des Rennsteigs entspringen zahlreiche Wanderwege.
„Die goldene Gans“ (2013): Schloss Burgk, Tambach-Dietharz, Kloster Veßra

Im Film „Die goldene Gans“ stehen Jeremy Mockridge und die Gans Agate vor der Kamera.
Der Märchenfilm „Die goldene Gans“ aus dem Jahr 2013 folgt der Geschichte eines einfachen, gutherzigen Jungens namens Till (Jeremy Mockridge), der von allen nur „der Dümmling“ genannt wird. Er findet eine magische Gans, mit der er unglaubliche Abenteuer erlebt. Das Tier bringt ihm nicht nur Reichtum, sondern auch die Fähigkeit, die Herzen der Menschen zu vereinen.
Die im Film gezeigten Fachwerkhäuser, in denen Till mit seinen beiden Brüdern Paul (Roland Schreglmann) und Peter (Florian Beyerbach) lebt, befinden sich im Hennebergischen Freilichtmuseum in Kloster Veßra. Gedreht wurde rund um Tambach-Dietharz im Thüringer Wald. Auch Schloss Burgk, eine erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnte Anlage, trägt zur märchenhaften Atmosphäre bei. Im Königsschloss leben König Eduard (Ingo Naujoks), seine Schwester Edeltraud (Ulrike Krumbiegel) und die traurige Prinzessin Luise (Jella Haase).

Im Prunkzimmer von Schloss Burgk wurde der Märchenfilm „Die goldene Gans“ verfilmt.
„Die goldene Gans“ (2013)
Regie: Carsten Fiebeler
Die Drehorte besichtigen:
Hennebergisches Museum
Anger 35
98660 Kloster Veßra
Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich von 9 bis 18 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Eintritt:
regulär 9 Euro, ermäßigt 5 Euro
Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Museums.
Museum Schloss Burgk
Burgk 17
07907 Schleiz
Öffnungszeiten:
1. November bis 31. März: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 16 Uhr
1. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Eintritt:
regulär 8 Euro, ermäßigt 6 Euro
Kinder sowie Schülerinnen und Schüler bis 13. Klasse & Kinder: frei
Barrierefreiheit:
Das Museum Schloss Burgk ist nicht barrierefrei.
Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Schlosses.
„Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ (1988): Schloss Reinhardsbrunn

Rapunzel (Sylvia Wolff) und Prinz Matthias (Dirk Schoedon) bei den Dreharbeiten zum Film.
„Rapunzel oder Der Zauber der Tränen“ ist eine DEFA-Märchenverfilmung von Regisseurin Ursula Schmenger aus dem Jahr 1988, in der die bekannte Geschichte vom im Turm gefangenen Rapunzel zum ersten Mal verfilmt wurde. Die Liebe zwischen der schönen Rapunzel und dem jungen Prinzen widersteht darin allen Intrigen der bösen Stiefmutter. Mithilfe des Zaubers der Tränen finden Rapunzel und der Prinz schlussendlich zueinander.
Die Hofszenen wurden auf Schloss Reinhardsbrunn in Friedrichroda gedreht. Das einstige Jagdschloss des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha wurde 1828 im neogotischen Stil erbaut. Das stark sanierungsbedürftige Schloss wurde inzwischen vom Land übernommen, die Bauarbeiten zur Rettung laufen. Der einstige Zauber des Schlosses lässt sich derzeit also nur bei Park-Führungen erkundet. Der schönste Weg nach Reinhardsbrunn führt über Gleise: Die historische Thüringerwaldbahn zuckelt gemütlich von Gotha bis in den Thüringer Wald.

Schloss Reinhardsbrunn in Friedrichroda bot die ideale Kulisse für den DDR-Märchenfilm „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“.
„Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ (1988)
Regie: Ursula Schmenger
Der Film ist als DVD erhältlich.
Zur Weihnachtszeit wird er häufig auch im MDR Fernsehen übertragen oder ist in der ARD Mediathek verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Schloss Reinhardsbrunn
Reinhardsbrunn
99894 Friedrichroda
Öffnungszeiten:
1. April bis 31. Oktober 2026:
täglich 13 bis 17 Uhr, montags geschlossen
Führungen:
von April bis Oktober:
Mittwoch, Freitag bis Sonntag jeweils 14:30 Uhr
Dauer: 90 Minuten
Preis: 8 Euro pro Person, Kinder bis 12 Jahre frei
Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Schlosses.
Filme für Kinder und Jugendliche
„Die kleine Hexe“ (2018): Heldrungen, Erfurt, Kloster Veßra
„Die kleine Hexe“ ist ein deutscher Familienfilm des Regisseurs Michael Schaerer aus dem Jahr 2018, der auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler basiert. Die Geschichte folgt einer jungen Hexe, die erst 127 Jahre alt ist und sich wünscht, eine gute Hexe zu werden. Um dies zu erreichen, muss sie verschiedene Prüfungen bestehen und lernen, was es bedeutet, verantwortungsvoll mit ihren Kräften umzugehen.

Schauspielerin Karoline Herfurth als die „kleine Hexe“ mit Rabe Abraxas.
Neben verschiedenen Drehorten in der Hexenhochburg schlechthin, dem Harz, wurde für „Die kleine Hexe“ auch in Thüringen gedreht. Nicht nur im Studiopark KinderMedienZentrum in Erfurt, dem größten zusammenhängenden Studiokomplex Thüringens, sondern auch an historischen Orten wie dem Gutshaus von Bismarck im Dörfchen Heldrungen im thüringischen Kyffhäuserkreis. Neben Erfurt und Heldrungen bietet auch das pittoreske Fachwerkensemble des sechs Hektar großen Freilichtmuseums in Kloster Veßra eine atemberaubende Kulisse.

Historische Fachwerkhäuser und die Klosterruine im Hennebergischen Museum Kloster Veßra.
„Die kleine Hexe“ (2018)
Regie: Michael Schaerer
Der Film ist aktuell unter anderem bei Prime Video, Sky Store und Apple TV verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Hennebergisches Museum Kloster Veßra
Anger 35
98660 Kloster Veßra
Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich von 9 bis 18 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Eintritt:
regulär 9 Euro, ermäßigt 5 Euro
Barrierefreiheit:
Das Klostergelände ist teilweise barrierefrei.
Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Museums.
„Rubinrot“ (2013), „Saphirblau“ (2014), „Smaragdgrün“ (2016): Mühlhausen und Eisenach
Die erfolgreiche Fantasy-Trilogie der Bestseller-Autorin Kerstin Gier, „Liebe geht durch alle Zeiten“, besteht aus den Büchern „Rubinrot“ (2009), „Saphirblau“ (2010) und „Smaragdgrün“ (2010). Protagonistin der Romane ist Gwendolyn Shepherd, die das „Zeitreisegen“ geerbt hat. Gwendolyn reist durch verschiedene Epochen, während sie versucht, die Geheimnisse ihrer Familie zu entschlüsseln und sich mit anderen Zeitreisenden, insbesondere dem charmanten Gideon de Villiers, auseinanderzusetzen. Die Handlung ist geprägt von Intrigen, Freundschaft, Liebe und dem Kampf gegen dunkle Mächte.

Einige der geheimnisvollen Orte im Fantasy-Film „Smaragdgrün“ finden Sie in Thüringen.
Die Fantasy-Kinofilme wurden unter anderem auf der Wartburg in Eisenach gedreht. Im Film „Rubinrot“ aus dem Jahr 2013 wurde der beeindruckende Festsaal der Burg zum „Drachensaal“ umfunktioniert. Unweit von Eisenach befindet sich mit Mühlhausen ein weiterer Drehort der Edelsteintrilogie. Mehrere Szenen entstanden im mittelalterlichen Rathaus der Stadt. Insbesondere die Täfelung und Wandmalereien in der Ratsstube, die im Film das Kaminzimmer ist, sollten Rubinrot-Fans aus dem Film bekannt vorkommen. Die alte Kanzlei wird zum Krankenzimmer umfunktioniert und die Pförtnerloge im Film als Eingang des Geheimbundes in London inszeniert.
Das Mühlhäuser Rathaus selbst ist ein architektonisches Juwel und hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Es ist bekannt für seine schönen Fassaden und den charakteristischen Turm. Die Wahl dieses Ortes für die Dreharbeiten der Edelstein-Filme trägt so zum Charme der Trilogie bei, da die Geschichte in einer fantastischen Welt spielt, die dennoch historische Elemente integriert.

Das Reichsstädtische Archiv Mühlhausens ist einer der Drehorte des Films „Rubinrot“.
„Rubinrot“ (2009), „Saphirblau“ (2010) und „Smaragdgrün“ (2010)
Regie: Felix Fuchssteiner
Die Filme sind aktuell bei Prime Video, RTL+ und Apple TV verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Historisches Rathaus Mühlhausen
Ratsstraße 19
99974 Mühlhausen
Öffnungszeiten:
von 1. April bis 31. Oktober 2026
Montag bis Samstag: 10 bis 14 Uhr
Freier Eintritt.
Wartburg
Auf der Wartburg 1
99817 Eisenach
Öffnungszeiten (Museum):
1. April bis 1. November 2026:
10 bis 17 Uhr
2. November 2026 bis 25. März 2027:
9:30 bis 15 Uhr
Eintritt:
Außenanlagen, Burghöfe und Thüringer Erlebnisportal kostenlos
Innenräume: regulär 13 Euro, ermäßigt 5 Euro, bis 6 Jahre frei
Barrierefreiheit:
In weiten Teilen nicht barrierefrei zugänglich.
„Die Schule der magischen Tiere 2“ (2022): Erfurt und Bad Lobenstein
„Die Schule der magischen Tiere 2“ von Regisseur Sven Unterwaldt ist die Fortsetzung des beliebten Films, der auf der Kinderbuchreihe von Margit Auer basiert. In diesem Teil kehren die Schüler der Wintersteinschule zurück. Die Geschichte dreht sich erneut um die magischen Tiere, die den Kindern als besondere Freunde und Helfer bei ihren Abenteuern zur Seite stehen.
Im Rahmen der Dreharbeiten verwandelte sich der Erfurter Fischmarkt zur magischen Filmkulisse. Gedreht wurde unter anderem im Erfurter Rathaus, dessen Treppenhaus sich unter der Regie von Sven Unterwaldt für einen Tag in den Flur der Wintersteinschule verwandelte.

Das Hinterhaus des Erfurter Rathauses verzauberte den Regisseur der „Schule der magischen Tiere 2“.
Außerdem werden Sie im Film das Kulturhaus von Bad Lobenstein entdecken können, dessen Festsaal kurzum zur Aula der Schule umfunktioniert wurde.
„Die Schule der magischen Tiere 2“ (2022)
Regie: Sven Unterwaldt
Der Film ist aktuell unter anderem bei Prime Video, Apple TV+ und YouTube verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Rathaus Erfurt
Fischmarkt 1
99084 Erfurt
Besichtigungen ohne Führung:
Samstag und Sonntag
9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr
Barrierefreiheit:
Das Rathaus Erfurt ist teilweise barrierefrei, aber es gibt Einschränkungen.
Internationale Spielfilme
„Luther“ (2003): Erfurt und Eisenach
Der historische Spielfilm „Luther“ ist eine deutsch-US-amerikanische Koproduktion von Eric Till aus dem Jahr 2003. Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Martin Luther (Joseph Fiennes) und seine Entwicklung vom selbstzweiflerischen Mönch zum großen Reformator der Kirche.

Joseph Fiennes als Reformator im Film „Luther“.
Die Dreharbeiten zum Film fanden am authentischen Wohnort des Reformators statt, dem Augustinerkloster in Erfurt. Hier trat Luther am 17. Juli 1505 dem Orden bei und lebte bis 1511 als Augustinermönch im Kloster. Im Film sieht man unter anderem die Klosterfenster, die Luther während seiner Zeit in Erfurt unendliche Male selbst betrachtet haben muss, den historischen Kreuzgang und den Klostergarten.
Und natürlich darf auch die Wartburg in Eisenach als Filmkulisse und historischer Ort der Reformation nicht fehlen. Allerdings wurde der große Saal im ersten Stock dank Setdesign zur Bischöflichen Residenz in Worms umfunktioniert.

Gedreht wurde am historischen Originalschauplatz, der Wartburg in Eisenach.
„Luther“ (2003)
Regie: Eric Till
Die Drehorte besichtigen:
Evangelisches Augustinerkloster Erfurt
Augustinerstraße 10
99084 Erfurt
Tägliche Führungen um 11 Uhr
Individuelle Führung mit dem Audioguide:
Montag bis Freitag: 10 bis 16 Uhr
Samstag und Sonntag: 11 bis 14 Uhr
Feiertage: 11 bis 12:30 Uhr
Eintritt:
regulär 8,50 Euro, ermäßigt 4 Euro
Hausgäste 7,50 Euro
Barrierefreiheit:
Das Evangelische Augustinerkloster in Erfurt ist weitgehend barrierefrei, aber nicht ganz ohne Einschränkungen. Zugang über eine Rampe von der Augustinerstraße.
Wartburg
Auf der Wartburg 1
99817 Eisenach
Öffnungszeiten (Museum):
1. April bis 1. November 2026:
10 bis 17 Uhr
2. November 2026 bis 25. März 2027:
9:30 bis 15 Uhr
Eintritt:
Außenanlagen, Burghöfe und Thüringer Erlebnisportal kostenlos
Innenräume: regulär 13 Euro, ermäßigt 5 Euro, bis 6 Jahre frei
Barrierefreiheit:
In weiten Teilen nicht barrierefrei zugänglich.

Sagen und Mythen des Ostens
„Brimstone“ (2016): Mühlhausen
Der Western-Thriller „Brimstone“ von Martin Koolhoven ist eine niederländische Produktion aus dem Jahr 2016. Erzählt wird die Geschichte von Liz, einer stummen Frau im Wilden Westen, die von einem fanatischen Prediger verfolgt wird. In vier Kapiteln enthüllt der Film ihre schmerzhafte Vergangenheit.
Gedreht wurde das Epos über Schuld und Vergeltung im ausgehenden 19. Jahrhundert für zehn Tage in Mühlhausen, das kurzum in die weite Landschaft des Wilden Westens verwandelt wurde. Der dortige Ex-Truppenübungsplatz am Forstberg glich nämlich aufgrund des ausbleibenden Regens einer Wüstenlandschaft im mittleren Westen Amerikas und bot somit die ideale Kulisse.

Schauspieler Guy Pearce in einer Szene des Westerns „Brimstone“
„Brimstone“ (2016)
Regie: Martin Koolhoven
Der Film ist aktuell unter anderem bei Prime Video, Sky Store und Apple TV verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Entdecken Sie die besten Wanderungen in der Nähe des Forstbergs. Hier finden Sie die schönsten Ausflugsziele in der Saale-Unstrut-Region rund um Mühlhausen.
„Astrid“ (2018): Schloss Altenburg
Der dänisch-schwedische Kinofilm „Astrid“ aus dem Jahr 2018 erzählt die Geschichte der weltberühmten Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Der Fokus von Regisseurin Pernille Fischer Christensen liegt auf den jungen Jahren (1925-1930) der zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Schriftstellerin, die von Alba August und Maria Fahl Vikander gespielt wird.
Teile des Films wurden im Residenzschloss in Altenburg gedreht. Die verschiedenen Teile des Gebäudes stammen aus zahlreichen Epochen und machen das Schloss somit zur idealen Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen. In der Verfilmung von „Astrid“ ist neben dem Festsaal des Residenzschlosses auch der Marstall eine wichtige Kulisse. Hier spielen die Szenen der Zeitungsredaktion. Weitere Drehorte sind ein Salon des Prinzenpalais sowie ein historischer Fleischerladen, der im Film zum Friseursalon umgebaut wurde.

Schloss Altenburg diente als Kulisse im Film „Astrid“ über das Leben der Autorin Astrid Lindgren.
„Astrid“ (2018)
Regie: Pernille Fischer Christensen
Der Film ist aktuell unter anderem bei Prime Video, YouTube und Apple TV verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Residenzschloss Altenburg
Schloß 2-4
04600 Altenburg
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertag: 10 bis 17 Uhr
Führungen:
Erkunden Sie den Bachsaal, den Festsaal, die Schlosskirche mit Trostorgel und Orgelanspiel (mittels Tonträger): jeweils 11, 13 und 15 Uhr
Eintritt:
regulär 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familienkarte 15 Euro
Barrierefreiheit:
nicht barrierefrei
Deutsche Spielfilme
„Der Medicus“ (2013): Burg Hanstein, Bornhagen
„Der Medicus“ ist ein Film des Regisseurs Philipp Stölzl, der 2013 nach dem gleichnamigen Weltbestseller von Noah Gordon gedreht wurde. Die Handlung spielt im 11. Jahrhundert und erzählt die ungewöhnliche Lebensgeschichte des in London geborenen Vollwaisen Rob Cole. Dieser begibt sich auf eine gefährliche Reise in den Orient, um dort die Kunst des Heilens zu erlernen. Zum Cast des Films zählen Stars wie Emma Rigby, Tom Payne und Stellan Skarsgård.
Das mittelalterliche London, das im Film zu sehen ist, wurde kurzerhand in der Ruine von Burg Hanstein im thüringischen Bornhagen im Eichsfeld nachempfunden. In der größten Burgruine Mitteldeutschlands gibt es alles, was es für den mittelalterlichen Flair braucht. Verwinkelte Gassen, das Stadttor Londons, die Themse und der Markplatz wurden ebenfalls nachgebaut. Von hier aus bricht Cole, gespielt von Tom Payne, in Richtung Persien auf.

Auf Burgruine Hanstein im Eichsfeld liegt der mittelalterliche Marktplatz von London, zumindest im Film „Der Medicus“ (2013).
„Der Medicus“ (2013)
Regie: Philipp Stölzl
Der Film ist aktuell unter anderem bei Prime Video, YouTube und Apple TV verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Burgruine Hanstein
37318 Bornhagen
Öffnungszeiten:
März bis Oktober: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
November: Montag bis Sonntag, 10 bis 16 Uhr
Dezember an Wochenenden und Feiertagen, 10 bis 16 Uhr
Eintritt:
regulär 3,50 Euro, ermäßigt 3 Euro, bis 6 Jahre 1,50 Euro
Barrierefreiheit:
Die Burgruine Hanstein ist nicht vollständig barrierefrei.
Führungen: auf Anfrage
„Sushi in Suhl“ (2012): Suhl, Erfurt, Schmalkalden, Ziegenrück, Tabarz
„Sushi in Suhl“ ist eine charmante Komödie von Regisseur Carsten Fiebeler, die die Geschichte von einem Japaner erzählt, der in die thüringische Stadt Suhl zieht, um dort ein Sushi-Restaurant zu eröffnen. Der Film thematisiert die kulturellen Unterschiede und die Herausforderungen, die mit der Integration in eine neue Umgebung verbunden sind. Dabei entwickelt sich eine herzliche Beziehung zwischen dem Japaner und den Einheimischen, die geprägt ist von amüsanten Missverständnissen.
Wie aus dem Filmtitel hervorgeht, wurde der Film zu großen Teilen in der thüringischen Stadt Suhl gedreht. Als Kulisse für das Restaurant „Waffenschmied“ fungierte das ehemalige Wirtshaus „Zur Wilhelmsburg“ in Schmalkalden am Schloßberg 1, das nur noch von außen zu besichtigen ist. Weitere Kulissen boten die Alte Parteischule in Erfurt, die Kleinstädte Ziegenrück und Tabarz sowie ein nostalgisch eingerichteter Krämerladen in Ohrdruf.

Die Dreharbeiten zur Komödie „Sushi in Suhl“ fanden unter anderem in Schmalkalden, Suhl, Erfurt und Gotha statt.
„Sushi in Suhl“ (2012)
Regie: Carsten Fiebeler
Der Film ist aktuell unter anderem bei Prime Video, Apple TV und ARD Plus verfügbar.

„Die geliebten Schwestern“ (2014): Altenburg, Rudolstädter Heidecksburg

Die Schwestern Charlotte von Lengefeld und die unglücklich verheiratete Caroline von Beulwitz kommen Friedrich Schiller bei einem gemeinsamen Ausflug ganz nahe.
In der Romanze „Die geliebten Schwestern“ von Dominik Graf wird die Liebesgeschichte von Friedrich Schiller (Florian Stetter) zu den adligen Schwestern Charlotte von Lengefeld (Henriette Confurius) und Caroline von Beulwitz (Hannah Herzsprung) erzählt. Der Film spielt Ende des 18. Jahrhunderts und erzählt nach wahren Begebenheiten von der komplexen Dreiecksbeziehung, in der sich das Verhältnis zwischen den Schwestern allmählich verschlechtert. Charlotte heiratet Schiller, damit die Ménage à troi mitsamt der schüchternen Schwester Caroline unter dem Deckmantel vermeintlicher Konvention fortgeführt werden kann. Das fragile Konstrukt zerbricht schließlich nach 13 gemeinsamen Jahren.
Die Drehorte von „Die geliebten Schwestern“ in Thüringen bieten eine malerische Kulisse mit historischen Schlössern und idyllischen Landschaften, in der sich die romantische Atmosphäre des Films ideal entfalten kann. Rudolstadt ist einer der Hauptdrehorte für den Film. Hier lernt Schiller im Jahr 1788 die beiden Schwestern kennen. Die Rudolstädter Heidecksburg bietet hierfür die perfekte Kulisse. Im Film zu sehen sind außerdem Orte wie das Residenzschloss Altenburg sowie die Musikhochschule im Klostergebäude in Weimar.

Der deutsche Spielfilm „Die geliebten Schwestern“ wurde unter anderem auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt gedreht.
„Die geliebten Schwestern“ (2014)
Regie: Dominik Graf
Der Film ist aktuell unter anderem bei ARD Plus, YouTube, Apple TV und Amazon Prime verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Residenzschloss Altenburg
Schloß 2-4
04600 Altenburg
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertag: 10 bis 17 Uhr
Führungen:
Erkunden Sie den Bachsaal, den Festsaal, die Schlosskirche mit Trostorgel und Orgelanspiel (mittels Tonträger): jeweils 11, 13 und 15 Uhr
Eintritt:
regulär 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familienkarte 15 Euro
Barrierefreiheit:
nicht barrierefrei
Musikhochschule im Klostergebäude in Weimar
Am Palais 4
99423 Weimar
Residenzschloss Heidecksburg
07407 Rudolstadt
Öffnungszeiten der Heidecksburg:
Ganzjährig, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung
An Feiertagen auch montags geöffnet.
Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Barrierefreiheit:
Im Schloss befinden sich derzeit noch keine Aufzüge. Im Erdgeschoss sind die Ausstellung „Rococo en miniature“ sowie die Porzellangalerie gut erreichbar.

Literarische Entdeckungstour
„Ballon“ (2018): Mödlareuth
„Ballon“ ist ein deutscher Film aus dem Jahr 2018, der auf einer wahren Begebenheit basiert. Die Geschichte spielt in den 70er-Jahren in der DDR und folgt der Familie Strelzyk, die aus der sozialistischen Diktatur fliehen möchte. Die Familie, bestehend aus dem Vater Peter, der Mutter Doris und ihren beiden Kindern, plant eine riskante Flucht in den Westen.

Der Film „Ballon“ beruht auf einer wahren Begebenheit und wurde u.a. in Thüringen gedreht.
Um ihre Flucht zu ermöglichen, beschließen sie, einen Heißluftballon zu bauen. Die Vorbereitungen sind äußerst herausfordernd, da sie heimlich arbeiten müssen, um nicht von den Behörden entdeckt zu werden. Während sie an ihrem Plan arbeiten, wird die Situation immer angespannter, da die Stasi, die Geheimpolizei der DDR, Verdacht schöpft und die Familie unter Beobachtung steht.
Gedreht wurde unter anderem im Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth. Mödlareuth, oft als „Little Berlin“ bezeichnet, war eine symbolträchtige Grenzstadt, die die Teilung Deutschlands während des Kalten Krieges verkörperte. Das Museum bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte der deutschen Teilung und die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort. Viele Ausstellungen im Museum sind interaktiv gestaltet, was den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Dies macht den Besuch besonders für Familien interessant. Die Umgebung von Mödlareuth lädt zu Spaziergängen und Erkundungen ein. Die Kombination aus Natur und Geschichte macht den Ausflug zu einem ganzheitlichen Erlebnis.

Das Grenzmuseum wurde neu gestaltet und bietet tiefe Einblicke in die Geschichte.
„Ballon“ (2018)
Regie: Michael Herbig
Der Film ist aktuell unter anderem bei Prime Video, Joyn, Sky Store und Apple TV verfügbar.
Die Drehorte besichtigen:
Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13
95183 Töpen
Öffnungszeiten:
1. März bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr
1. November bis 28. Februar: Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr
Eintritt:
4 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder bis 6 Jahren frei
Barrierefreiheit:
Das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth ist barrierefrei zugänglich in vielen Bereichen. Allerdings nicht im Außenbereich.
Führungen:
nach Voranmeldung

„Tod am Rennsteig – Haus der Toten“ (2025): Erfurt und Bad Liebenstein
Als die Kriminalpsychologin Annett Schuster (Kristin Suckow) und der Profiler Jan Kawig (Bernhard Conrad) vom LKA Erfurt zum Tatort gerufen werden, erwartet sie ein erschütterndes Szenario: Zwei Ehepaare wurden brutal ermordet. Die einzige Überlebende ist die 16-jährige Tochter Rebecca (Mariella Aumann), die jedoch keine Erinnerungen an die Ereignisse hat. Könnte sie der entscheidende Schlüssel zur Aufklärung der Morde sein?
Nach dem Erfolg des Pilotfilms geht 2025 eine neue Folge von „Tod am Rennsteig“ in Regie von Carolina Hellsgård als „DonnerstagsKrimi“ im Ersten an den Start. Wie der Titel schon verrät, befinden sich die Drehorte der „Rennsteigkrimi“-Reihe in der Nähe des historischen Grenzwegs. In „Das Haus der Toten“ war zum Beispiel die Villa Feodora in der Kurstadt Bad Liebenstein Kulisse. Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen hatte sie im Stil eines Schweizer Bauernhauses erbauen lassen. Die Fassadenmalereien stammen von Ludwig Richter. In dieser vermeintlichen Idylle geschieht der Mord, den die Ermittler Schuster und Kawig aufklären müssen.

Im Stil eines Schweizer Bauernhauses hat Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen die Villa Fedora errichten lassen.
Das im Film gezeigte Büro der Ermittler befindet sich in Erfurt im Gebäude der Thüringer LEG, in der Nähe des Doms und der Severikirche. In eben jene Kirche zieht sich Fallanalytiker Kawig im Krimi zur Mittagspause zurück. Auch die berühmte Krämerbrücke und das Krematorium auf dem Erfurter Hauptfriedhof, der größte Friedhof des Landes Thüringen, sind zu sehen.
„Tod am Rennsteig – Haus der Toten“ läuft am Donnerstag, 23. Juli 2026 um 20:15 Uhr im Ersten
Regie: Carolina Hellsgård
Die Drehorte besichtigen:
Die Villa Feodora in Bad Liebenstein ist wegen Sanierung geschlossen. Ein Ausflug in die Kurstadt im Wartburgkreis lohnt sich aber dennoch: Hier warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter Schloss Altenstein und der Brunnentempel.
St. Severi Erfurt
Severihof 2
99084 Erfurt
Öffnungszeiten:
täglich von 9:30 bis 18 Uhr
Hauptfriedhof Erfurt
Binderslebener Landstraße 75
99092 Erfurt
Öffnungszeiten:
täglich von 8 bis 20 Uhr
Redaktionelle Bearbeitung: Steffi Peltzer-Büssow, Viktoria Adler, Rebekka Adler
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