Hilferufe einer verunfallten Bergsteigerin haben am Sonntag einen Rettungseinsatz am Patteriol bei St. Anton am Arlberg ausgelöst. Die Frau wurde schwer verletzt gefunden und per Hubschrauber geborgen, starb jedoch später im Krankenhaus.

Eine Bergsteigerin ist am Sonntag nach einem Absturz am Patteriol (3.056 Meter) in der Verwallgruppe ums Leben gekommen. Die Identität der Frau ist bislang noch nicht geklärt.

Nach Angaben der Polizei war die Frau mit dem Fahrrad ins Verwalltal gefahren und von dort über den schwarz markierten Normalweg auf den Gipfel des Patteriol aufgestiegen, den sie gegen 11 Uhr erreichte. Beim Abstieg kam die Bergsteigerin im Bereich der sogenannten „Platte“ im Gemeindegebiet von St. Anton am Arlberg aus bislang unbekannter Ursache zu Sturz. Sie fiel mehrere Meter über steiles felsiges Gelände ab und blieb schließlich schwer verletzt in einer Schotterrinne am Fuße der „Platte“ liegen.

Bergsteiger setzten Notruf ab

Zwei deutsche Staatsbürger, die im Bereich unterhalb des Wannenjochs in Richtung Konstanzer Hütte unterwegs waren, hörten Hilferufe der Verunglückten. Da sie die Rufe nicht zuordnen konnten, setzten sie einen Alpinnotruf ab.

Ein weiterer deutscher Bergsteiger entdeckte die schwer verletzte Frau schließlich während seines Abstiegs in der Schotterrinne. Er leistete sofort Erste Hilfe und setzte ebenfalls einen Notruf ab. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau noch bei Bewusstsein und ansprechbar.

Aufgrund des schwierigen Geländes wurde die Bergsteigerin von der Besatzung des Notarzthubschraubers „Martin 2“ mittels Crashbergung geborgen und zu einem Zwischenlandeplatz geflogen, wo sie weiter versorgt wurde. Während des anschließenden Transports in die Universitätsklinik Innsbruck musste die Frau reanimiert werden. Sie erlag später in der Klinik ihren schweren Verletzungen. (TT)