Im zweiten Spiel des
Vinschgau Cups mussten sich die Steinbach Black Wings Linz dem
Gastgeber aus Ingolstadt mit 1:4 geschlagen geben. In einer
intensiven Partie mit zahlreichen Strafen hielten die
Oberösterreicher lange dagegen und zeigten vor allem in Unterzahl
eine starke Leistung. Im Schlussdrittel entschieden die Panthers
die Partie schließlich für sich.


Keine 24 Stunden nach dem ersten
Spiel des Vinschgau Cups forderten die Linzer am Sonntag um 18:00
Uhr den Gastgeber aus Ingolstadt. Auch für dieses Spiel gab es
wieder einige Änderungen im Kader der Oberösterreicher. Shawn
St-Amant, Emilio Romig, Vojtech Mozik, Philipp Wimmer und Dylan
Wells bekamen eine Pause, dafür rückten Brian Lebler und Julian
Pusnik zurück in die Aufstellung. Martin Reder führte die
Mannschaft gegen den ERC Ingolstadt auf das Eis. Die Partie
startete sofort mit viel Speed und Zweikampfhärte. Es waren die
Panthers aus Ingolstadt, die durch Alex Breton den ersten Torschuss
abgaben. Der Verteidiger visierte aus dem Hinterraum den kurzen
Pfosten an, Martin Reder war jedoch zur Stelle. Ingolstadt war in
den Anfangsminuten die bessere Mannschaft und konnte die
Oberösterreicher immer wieder in ihrer Defensivzone einschnüren.
Die Linzer wurden das erste Mal über einen Konter durch Marlon
Tschofen gefährlich, dessen Pass jedoch nicht bis zu Julian Pusnik
durchkam. Der Torhüter der Ingolstädter wurde nun immer mehr unter
Bedrängnis gebracht, als Graham Knott die Scheibe in Richtung Tor
spielte, wo Neubauer sein Ziel knapp verfehlte.

Die Oberösterreicher kamen nun
immer besser in die Partie und hatten in der Offensive gute
Möglichkeiten. Brian Lebler versuchte es mit einem Schuss von der
rechten Seite. Die Scheibe prallte vom Goalie in die Mitte ab, wo
jedoch kein anderer Linzer für den Rebound zur Stelle war. Die
Panthers mussten sich auf ihre Defensive konzentrieren und stellten
die Passwege gut zu. Dadurch versuchte es Luis Lindner von der
blauen Linie, die Scheibe segelte jedoch knapp am gegnerischen
Kasten vorbei. Nur wenige Minuten später dann die erste ganz große
Chance als Williams die Scheibe vor seinem Kasten aus den Augen
verlor. Oskar Maier schnappte sich die Scheibe und suchte sofort
den Abschluss. Der Goalie der Süddeutschen machte seinen Fehler
zuvor wieder gut und verhinderte mit einer starken Parade den
ersten Treffer der Partie. Von den Panthers kam im Angriff fast gar
nichts mehr, stattdessen übten die Linzer Dauerdruck auf den
gegnerischen Kasten aus. Kyle Topping kam von hinten angerauscht
und feuerte ab, Williams lenkte das Spielgerät im letzten Moment an
seinem Kasten vorbei. Auch Brady Shaw kam wenig später mit einem
schnellen Antritt in aussichtsreiche Abschlussposition. Williams
wehrte die Scheibe zuerst noch mit der Schulter ab, Shaw schnappte
sich die Scheibe auf der anderen Seite wieder, traf bei seinem
Schuss aber nur das Außennetz. 23 Sekunden vor Ablauf des ersten
Drittels fiel dann doch der Treffer für die Oberösterreicher. Paul
Eder behielt vor dem gegnerischen Kasten die Nerven und stellte auf
1:0 für die Stahlstädter (20.Minute). Mit einer knappen aber
verdienten 1:0 Führung für die Steinbach Black Wings Linz ging es
in die erste Pause des Abends.

Früher Ausgleich

Die Panthers kamen mit viel Energie
aus der Pause und konnten nur drei Minuten nach Wiederbeginn
ausgleichen. Kenny Agostino schnappte sich in der neutralen Zone
die Scheibe, machte sich auf in Richtung Tor von Martin Reder und
verwandelte durch dessen Beine zum 1:1 (23. Minute). Ingolstadt
blieb weiter am Drücker und versuchte durch Jakin Smallwood den
nächsten Treffer nachzulegen, dessen Schuss jedoch knapp über den
Kasten flog. Wie schon im ersten Drittel gehörte die Anfangsphase
den Süddeutschen, während sich die Linzer schwer taten, Torchancen
zu kreieren. Elias Pul hatte die nächste Chance, um seine
Mannschaft in Führung zu bringen, Martin Reder konnte die Scheibe
jedoch unter sich begraben.

Nach ein paar Minuten kamen
schließlich auch die Stahlstädter zu ihrer ersten Möglichkeit.
Graham Knott fand Oskar Maier auf der linken Seite, der sofort
abzog, jedoch zu zentral, um Williams vor größere Probleme zu
stellen. Kurz darauf wurden die ersten Strafen des Abends verhängt,
als Paul Vinzens und Niklas Würschl für jeweils zwei Minuten auf
die Strafbank geschickt wurden. Die Linzer versuchten weiter Druck
zu machen, als Graham Knott von der linken Seite feuerte, die
Scheibe wurde jedoch vom Goalie am Tor vorbeigelenkt. Auch Trenton
Bliss wollte vorne mitmischen, platzierte seinen Schuss jedoch
etwas zu hoch. Wenig später folgte dann das erste Powerplay des
Abends, nachdem Niklas Würschl wegen eines Stockschlags pausieren
musste. In Überzahl wurden die Panthers wieder auffälliger, Riley
Sheen verfehlte sein Ziel jedoch um wenige Zentimeter. Kurz darauf
wurde es hitzig, als sich Marlon Tschofen mit Riley Sheen in die
Haare bekam. Die Linzer machten sich das Leben in den letzten
Minuten selbst schwer, als sie in kurzer Zeit zwei Strafen gegen
Gerd Kragl und Henrik Neubauer hinnehmen mussten. In doppelter
Unterzahl verteidigten die Stahlstädter aber konsequent und
retteten das 1:1 in die zweite Pause.

Panthers setzen sich durch

Auch die restlichen Strafminuten
verstrichen ohne einen weiteren Gegentreffer für die
Oberösterreicher. Die Strafen nahmen jedoch kein Ende und auch
Trenton Bliss musste aufgrund eines Stockschlags für zwei Minuten
in die Kühlbox. Aber auch in dieser Unterzahl behielten die
Oberösterreicher die Nerven und überstanden die Strafzeit ohne
einen weiteren Gegentreffer. Wieder vollzählig mussten die Linzer
jedoch weiterhin in der Defensive ran, als Riley Barber aus der
Mitte abzog. In der 47. Minute wurde der Druck dann aber doch zu
groß und Austen Keating verwandelte eiskalt zum 2:1 für Ingolstadt.
Die Oberösterreicher versuchten direkt nachzulegen, als Shaw einen
One-Timer von der linken Seite abgab. Williams war jedoch abermals
aufmerksam und konnte auch den nächsten Abschluss von Oskar Maier
problemlos parieren. Obwohl die Linzer in der Mitte des zweiten
Drittels mehr von der Partie hatten, waren es die Panthers, die
erneut jubeln durften. Jakin Smallwood schnappte sich die Scheibe
und konnte sich dadurch alleine in Richtung Martin Reder aufmachen.
Der Stürmer der Ingolstädter zögerte nicht lange und verwandelte
eiskalt rechts an Reder vorbei zum 3:1 für die Panthers (54.
Minute).

Rund vier Minuten vor der
Schlusssirene nahm Head Coach Philipp Lukas eine Auszeit, um letzte
taktische Anweisungen zu geben. Um einen zusätzlichen Feldspieler
zu erlangen, verließ Martin Reder seinen Posten. Mit einem Mann
mehr konnten sich die Linzer in der Defensivzone des ERC
festsetzen. Als Shaw von der linken Seite abzog, ließ er jedoch nur
den Pfosten klirren. Anstatt des Anschlusstreffers für die
Oberösterreicher machten die Panthers mit einem Empty-Net-Treffer
von Kenny Agostino den Deckel drauf. Somit mussten sich die
Steinbach Black Wings Linz auch im zweiten Spiel des Vinschgau Cups
geschlagen geben.

Nach zwei Spielen in der Fremde
kehren die Linzer am Freitag, den 28.08, gegen die Straubing Tigers
zurück in die Linz AG Eisarena. Tickets dafür sind auf
tickets.blackwings.at und an der Abendkasse erhältlich.

ERC Ingolstadt – Steinbach
Black Wings 4:1 (0:1; 1:0; 3:0)
Tore: 0:1 Paul Eder (20. Min); 1:1 Kenny Agostino (23. Min); 2:1
Austen Keating (47. Min); 3:1 Jakin Smallwood (54. Min); 4:1 Kenny
Agostino (57. Min/EN)

blackwings.at , Bild: Black Wings
Linz/Eisenbauer

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