Wie viele Werke müssen schließen? Wie viele Beschäftigte müssen gehen? Wie schmerzhaft werden die Sparpakete wirklich? Im Laufe der Woche soll es im schwächelnden Volkswagen-Konzern Antworten auf die essenziellen Fragen zur Zukunft des traditionsreichen Autobauers geben.
Gleich neun Betriebsversammlungen stehen an, bei denen teilweise VW-Boss Oliver Blume höchstpersönlich die Details der Sparmaßnahmen kommunizieren und die Belegschaft auf harte Einschnitte einschwören wird.
Oliver Blume ist Konzernchef der Volkswagen-Gruppe.
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Die weltweite Autoindustrie ist in einer Mega-Krise. Geopolitik, Handelsbarrieren, Regulatorik, schwache Märkte und massiver Wettbewerb fordern alle, und der Volkswagen-Konzern ist mittendrin.
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG
Schon vor dem Sommer hatte VW angekündigt, die gesamte Produktpalette zu halbieren. Darüber hinaus steht der Abbau von bis zu 120.000 Jobs im Raum, ebenso wie die Schließung der Werke in Emden, Hannover, Zwickau sowie in Neckarsulm, wo Audi-Modelle vom Band laufen.
„Die weltweite Autoindustrie ist in einer Mega-Krise“, sagte Blume im Interview mit der Bild am Sonntag. „Geopolitik, Handelsbarrieren, Regulatorik, schwache Märkte und massiver Wettbewerb fordern alle“, erklärte er, daher gelte es jetzt, „die Ärmel hochzukrempeln“. Das Management habe den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt. Nun seien „die nächsten Jahre entscheidend, wer im Rennen bleibt und wer an die Spitze fährt. „Alle müssen mitziehen“, forderte Blume.
Im konzerneigenen Intranet habe er kürzlich klargestellt, dass die Lage „mehr als kritisch“ sei. Die Rendite von 3,8 Prozent reiche nicht mehr aus, um Mittel für neue Technologien und die Zukunft der Standorte zu erwirtschaften. (TT, dpa)