Vier Burschen stellten sich auf die Stoßstange eines Autos, hielten sich mit den Händen am Dach fest. Ein „Car-Surfer“ landete im Schockraum des LKH Graz.

Erst im Juli war ein 19-Jähriger Grazer beim Car-Surfen vor dem südsteirischen Weinlandeinkaufszentrum von einem fahrenden Auto gefallen und lebensgefährlich verletzt worden. Nun passierte ein ähnlicher Fall in der Nacht auf Montag in St. Margarethen an der Raab (Weiz). Ein 16-Jähriger stellte sich mit seinen Freunden auf die hintere Stoßstange eines Autos, sie hielten sich mit den Händen an der Dachreling fest und wollten so eine Runde mitfahren. Das endete mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Schockraum der Kinderchirurgie am LKH Uniklinikum Graz.

Der Verletzte blutete stark im Kopfbereich und war nicht ansprechbar. 

— Aus dem Polizeibericht

Fünf Teenager im Alter von 16 bis 18 Jahren trafen sich Sonntagnacht am Parkplatz des Supermarktes in St. Margarethen an der Raab. Jemand muss die Idee zum „Car-Surfing“ gehabt haben. So stellten sich die Jugendlichen auf die hintere Stoßstange, hielten sich am Dach fest, während ein 18-Jähriger mit dem Auto eine Runde auf dem Parkplatz drehte.

Der 16-Jährige verlor das Gleichgewicht. Als die Polizei eintraf, fand sie den „augenscheinlich schwer verletzten Jugendlichen“ am Parkplatz liegen. „Der Verletzte blutete stark im Kopfbereich und war nicht ansprechbar“, teilte die Polizei später mit. Die Beamten leisteten Erste Hilfe, bis die Rettung eintraf.

Kopfverletzungen

Aufgrund der lebensgefährlichen Kopfverletzungen wurde der Teenager noch rasch in den künstlichen Tiefschlaf versetzt und anschließend mit dem Notarzthubschrauber C17 nach Graz geflogen und in den Schockraum der Kinderchirurgie Graz gebracht.  

Ein beim 18-jährigen Lenker durchgeführter Alkotest verlief negativ. Weitere Erhebungen zum Unfallhergang laufen.