Leo XIV. hat der Synode der methodistischen und waldensischen Kirchen im norditalienischen Piemont ein Grußwort geschickt.

Papst an Waldenser: Gemeinsam für Menschenwürde und Frieden

Papst Leo XIV. hat der Synode der Waldenser, die bis zum 27. August in Torre Pellice, in Italien stattfindet, zu ihrer Eröffnung eine Botschaft geschickt. Er habe den Wunsch, dass …

In dem Text, der von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet wurde, geht der Papst unter anderem auf das Thema der Künstlichen Intelligenz ein, mit dem sich auch die Synode beschäftigt. Die digitale Revolution suggeriere „eine Überwindung des Menschlichen“, so Leo. Angesichts dieser Herausforderung seien die Christen „dazu berufen, gemeinsam Zeugnis für die Freiheit der Menschen abzulegen, die nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sind“.

Der Papst bezieht sich in diesem Zusammenhang auch auf seine erste Enzyklika „Magnifica humanitas“. Es sei notwendig, „die Technik wachsen zu lassen, ohne dass das Herz zurückbleibt“. Für die Synode erbittet Leo XIV. die Gaben des Heiligen Geistes und den Segen des Herrn.

Nachdenken über KI

Die Synode der „Union der methodistischen und waldensischen Kirchen“ hat am Wochenende begonnen; sie findet bis zum 26. August in Torre Pellice in der Provinz Turin statt. Die Versammlung beschäftigt sich außer mit KI noch mit vielen anderen Themen, darunter soziale Gerechtigkeit, Ökumene und die Herausforderungen für das christliche Zeugnis im heutigen Kontext.

Papst Franziskus bat um Entschuldigung für Verfolgungen im Mittelalter

Das Christentum der Waldenser orientiert sich an einer mittelalterlichen Armutsbewegung, die im 13. Jahrhundert unter Papst Innozenz III. starker Verfolgung ausgesetzt war. Die evangelische Kirche der Waldenser in Italien gehört zu den Kirchen der protestantischen Reform; 1975 ging sie eine Union mit der methodistischen Kirche Italiens ein. P

apst Franziskus besuchte 2015 als erster Papst in der Geschichte in Turin ein waldensisches Gebetshaus („Tempel“) und bat um Entschuldigung für „unchristliche Haltungen und Verhaltensweisen“ in der Vergangenheit. Er begann außerdem damit, der Synode der Waldenser regelmäßig ein Grußwort zu schicken. Franziskus‘ Nachfolger Leo XIV. setzt diese Tradition fort.

(vatican news – sk)