In Linz (Österreich) sind 28 Menschen an Legionellen erkrankt, drei starben. Die Suche nach der Infektionsquelle läuft weiter.
Legionellen Ausbruch in Linz hält die Behörden wegen der ungeklärten Infektionsquelle weiter auf Trab. – keystone
Seit dem ersten Fall am 20. Juli haben die Behörden insgesamt 28 Erkrankungen registriert. Vier Betroffene befinden sich weiterhin im Krankenhaus, niemand benötigt intensivmedizinische Behandlung.
Über 150 Proben wurden bereits aus Kühlanlagen und Haushalten entnommen. Die Laboruntersuchungen dauern mehrere Tage, weil Legionellen zunächst auf speziellen Nährböden gezüchtet werden müssen.
Die Behörden prüfen inzwischen zwei mögliche Infektionsherde in Linz. «Heute» berichtet, dass Legionellen in einer zweiten Kühlanlage nachgewiesen wurden, deren Zusammenhang mit dem Ausbruch jedoch noch unklar ist.
Legionellen führen zu weiterer Quellensuche
Als erster möglicher Herd gilt eine Kühlanlage der Linz AG an der Wiener Strasse. Der zweite mögliche Standort liegt laut Behörden östlich der Linzer Stadtautobahn im Bereich des Industriegebiets.
Legionellen können über feinste Tröpfchen aus Kühltürmen eingeatmet werden, während das Trinkwasser laut Behörden nicht betroffen ist. – pixabay
Das Trinkwasser ist laut Gesundheitsbehörden nicht betroffen. Kühltürme können jedoch feine Wassertröpfchen freisetzen, die Legionellen enthalten und beim Einatmen Erkrankungen verursachen können.
Die betroffenen Anlagen wurden inzwischen manuell gereinigt und mit Biozid behandelt. Der «ORF» berichtet zudem, dass mehrere Laborergebnisse noch ausstehen und die Ansteckungsorte der drei Todesopfer klären sollen.
KI soll mögliche Quellen aufspüren
Die Suche nach weiteren möglichen Emittenten wird inzwischen technisch unterstützt. «oe24» berichtet, dass Gesundheitsbehörden dafür Luftbilddaten mithilfe eines KI-Tools untersuchen.
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Damit sollen Anlagen entdeckt werden, die bisher nicht in den Listen möglicher Probenstellen berücksichtigt wurden. Gleichzeitig fordert Vizebürgermeister Martin Hajart eine umfassendere Information der Bevölkerung.
Die Behörden wollen weitere Ergebnisse abwarten, bevor eine konkrete Infektionsquelle bestätigt wird. Bis dahin bleiben die beiden untersuchten Standorte mögliche, aber nicht nachgewiesene Ursachen des Ausbruchs.