Was war das für eine grandiose Saison des Bergischen HC! Der Aufsteiger konnte nicht nur die Handball-Bundesliga erhalten, sondern qualifizierte sich erstmals in seiner Klubgeschichte auch für den Europapokal. Möglich machte es Platz zwei im DHB-Pokal, der die Qualifikation für die European League mit sich brachte. Im Halbfinale wurde zuvor der spätere Meister SC Magdeburg im Siebenmeterwerfen bezwungen.
Bergischer HC qualifiziert sich für European League
Die europäischen Gruppen-Gegner IK Sävehof (Schweden), Tatran Presov (Slowakei) und Triglav Osiguranje (Kroatien) versprechen nicht nur spannende Spiele, sondern auch interessante Reisen. Und man darf gespannt sein, wie der Klub den Spagat zwischen Bundesliga und Europa verkraftet. Unmittelbar vor dem Beginn der Saisonvorbereitung wurde zumindest schnell noch Rückraumspieler Tim Hilding (26, Malmö) verpflichtet, der eine ganze Menge Europa-Erfahrung mitbringt.
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Testspiele gegen die Zweitligisten Dormagen (24:30) und Ferndorf (33:40) gingen allerdings deutlich in die Hose. Zudem verletzte sich Rückraumspieler Sören Steinhaus (22) dabei an der linken Schulter. Zum Glück stellte sich das als weit weniger schlimm heraus, als zunächst befürchtet. Denn mit sechs externen Neuzugängen und neun Abgängen wurde der Kader trotz Doppelbelastung verkleinert. Schwer wiegen dabei die Abgänge von Aron Seesing (23, Rhein-Neckar Löwen), Noah Beyer (29, HSV Hamburg) und Eloy Morante Maldonado (28, HC Erlangen).
Schon im Februar verlängerte der Klub die Verträge mit den Trainern Arnor Gunnarsson (38) und Markus Pütz (39) bis zum Sommer 2028. „Wir sind noch nicht fertig und wollen mit dem BHC, seinem Umfeld und dem Bergischen Städtedreieck weitere Schritte machen“, erklärte Pütz. In der einzigartigen Konstellation der Doppel-Trainer ist er für den Abwehrverbund zuständig. Gunnarsson coacht vorrangig die Offensive. Diese Zusammenarbeit funktioniert hervorragend.
Schön auch: Die Mannschaft konnte inzwischen ihr neues Trainingszentrum in der Kleinstadt Radevormwald, etwa 35 Kilometer von Wuppertal entfernt, beziehen. Im dortigen Sport- und Seminarcenter (SSC) gibt es eine neue Heimat mit Sporthalle, einem Kraft- und Fitnessbereich sowie der Physioabteilung. Die Zeit im Leistungszentrum an der Solinger Kanalstraße endete nach Auslaufen des Mietvertrages.
