Wird Österreich auch im zweiten Jahr in Folge in der Champions-League-Ligaphase Zuschauer sein? Noch lebt die Chance für Double-Gewinner LASK im Play-off-Rückspiel am Dienstag (21 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) gegen Celtic Glasgow. Auch wenn die Schotten mit einem komfortablen 3:0 aus dem Hinspiel in die Partie gehen, war das Kühbauer-Kollektiv im Celtic Park auf Augenhöhe. „The Bhoys“ waren lediglich im Abschluss effizienter. Doch auch den Linzern sind daheim drei Tore zuzutrauen, in der Liga gab es einen 3:0- bzw. 4:1-Sieg auf der Gugl. Warum nicht auch morgen gegen Celtic? Um damit in die Verlängerung zu kommen.

Beim Hinspiel am vergangenen Mittwoch mangelte es dem LASK vor allem an der Verwertung der Chancen, die da waren. Auch beim Retourmatch in Linz wird der österreichische Doublegewinner womöglich wieder welche vorfinden und darf weiter vom historischen Aufstieg träumen. Auch wenn sich Stürmer Samuel Adeniran und Co. sicher strecken müssen.

„Wir haben 90 Minuten Zeit, um das noch umzudrehen“

Beim Gastspiel in Glasgow zeigte der LASK einen mutigen Auftritt, blieb vor dem Tor allerdings zu wenig effizient. Celtic nutzte seine Möglichkeiten konsequenter und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel.

Trotz des deutlichen Ergebnisses haben die Athletiker die Ausgangslage noch nicht abgehakt. Mit den eigenen Fans im Rücken soll am Dienstag eine Aufholjagd gelingen.

Auch Stürmer Samuel Adeniran weiß: „Im Fußball ist alles möglich. Wir haben 90 Minuten Zeit, um das noch umzudrehen. Ihnen ist es im Hinspiel gelungen, drei Tore zu erzielen. Hoffentlich kann uns das morgen auch gelingen. Wir gehen rein in dieses Spiel und geben unser Bestes.“

Für den LASK gilt es, von Beginn an konzentriert aufzutreten und die sich bietenden Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Mit dem schottischen Rekordmeister, der zudem über große internationale Erfahrung verfügt, wartet dabei eine anspruchsvolle Aufgabe auf die Athletiker.

Der LASK muss daher über die gesamte Spielzeit aufmerksam agieren und gleichzeitig im Spiel nach vorne die nötige Effizienz an den Tag legen. Die Ausgangslage ist klar: Für den Aufstieg braucht es drei Tore, ohne selbst eines zu kassieren.

Keine guten Erinnerungen an polnischen Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter der Partie ist der 45-jährige Szymon Marciniak. Der polnische Geschäftsmann ist seit 15 Jahren FIFA-Referee.  Ironie der Geschehnisse: Bereits vor sieben Jahren pfiff der Pole das Play-off-Heimspiel der Linzer Athletiker in der Champions League. Damals gab es im alten Linzer Stadion eine 0:1-Heimniederlage gegen Club Brügge. Dabei entschied Marciniak auf einen strittigen Elfmeter zugunsten der Belgier, den die Gäste zum Tor des Abends verwerteten.

Auch in Erinnerung bleibt, dass es damals bei der VAR-Premiere in Österreich technische Probleme gab. Demzufolge konnte eine mögliche Abseitsstellung vor dem Elfmeterfoul von Gernot Trauner nicht geklärt werden und sorgte für Aufregung im LASK-Lager. Im Rückspiel schieden die Oberösterreicher dann nach einem 1:2 in Brügge aus.

„Wenn wir einen guten Spielverlauf haben und uns ein frühes Tor gelingt, kann das vieles bewirken“

LASK-Cheftrainer Dietmar Kühbauer:

„Es muss vieles zusammenpassen, um das noch zu drehen. Dennoch haben wir noch nicht aufgegeben. Wenn wir einen guten Spielverlauf haben und uns ein frühes Tor gelingt, kann das vieles bewirken.

Dann ist es natürlich unser Ziel, die Partie noch zu drehen. Wir wissen aber ganz genau, dass wir dafür eine außergewöhnliche Leistung benötigen werden.“

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