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Uns auf Google folgenViel Infos von Karl Ulrich Nuss (.) gab es zur Ausstellung "Der Plastiker". Das Gespräch wurde moderiert von Cornelia Henne-Braathen (r.).Viel Infos von Karl Ulrich Nuss (.) gab es zur Ausstellung „Der Plastiker“. Das Gespräch wurde moderiert von Cornelia Henne-Braathen (r.). © Lehmann, Markus

Karl Ulrich Nuss sorgt für Staunen und Lacher bei der letzten Führung durch seine Ausstellung „Der Plastiker“ in der Museumsgalerie Wasseralfingen.

Aalen-Wasseralfingen. Seine Bronze-Plastiken sind zu sehen von Wolfsburg bis zum Bodensee. Viele seiner Großplastiken und Brunnen stehen im Südwesten, und auch in Aalen haben er und sein Vater Fritz markante Kunst im öffentlichen Raum hinterlassen. Bei der letzten Führung durch die Ausstellung „Der Plastiker“ (bis 13. September) in der Wasseralfinger Museumsgalerie plauderte Karl Ulrich Nuss (83) quasi aus dem Nähkästchen. Sehr zur Freude der vielen Besucher.

Lesen Sie hier aus unserem Archiv: Karl Ulrich Nuss über seine Ausstellung „zoo(un)logisch“

Ein Beispiel für seine Arbeiten sind etwa die Tier-Mensch-Mischwesen im Fachsenfelder Schloss-Park. Von seinem Vater stammt unter anderem der Reichsstädter Brunnen direkt vor dem Aalener Rathaus. Apropos Vater: Für den war Nuss ein „großer Lehrmeister“, spezialisiert auf Porträts. „Ich wollte, beweisen, dass ich das auch kann“, erklärt Nuss. Der Beweis sind beispielsweise Gipsfiguren im Industriesaal: Portraitbüsten mit Wilhelm Busch, Karl Valentin, Joachim Ringelnatz oder Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche. Sie sind empfindlich, anders als die Bronzeplastiken.

Karl Ulrich Nuss: „Kleinere Bronze-Skulpturen wurden schon mal gestohlen“

Sehr humorig und hochinteressant erzählt Nuss von der Kunst, von seiner Ausstellung in Strümpfelbach, und da werde er immer gefragt, ob aus seinem Garten mit den Skulpturen schon etwas gestohlen wurde. Ja, antwortet er daraufhin. Dreimal sind kleinere Bronze-Skulpturen verschwunden: Einmal, sagt Nuss süffisant, „nach dem Besuch eines Gesamtgemeinderats“.

25 bis 30 große Plastiken hat er im Schnitt pro Jahr geschaffen, die meisten waren Auftragsarbeiten. Insgesamt rund 150 davon stehen vor allem im „öffentlichen Raum“ mit Schwerpunkt im Südwesten. „Was koschdet des“, werde er auch immer gefragt. Nuss gibt ziemlich genau Antwort: Für eine lebensgroße Bronze-Großplastik muss man mit etwa 30.000 Euro rechnen. 10.000 Euro betragen allein die kosten des Gusses. Galeriekosten und andere Posten schlagen nochmals mit 10.000 Euro zu Buche. Für den Künstler bleiben nach Steuern noch 5000 Euro übrig.