Der Wintereinbruch am Freitag sorgte auf den Straßen für einen lange nicht mehr dagewesenen Ausnahmezustand. Bei mehreren Feuerwehren im Bezirk gingen gleich mehrere Alarme ein. Zu insgesamt sechs Einsätzen wurde am Freitag etwa die Feuerwehr Ebergassing innerhalb weniger Stunden gerufen. Los ging es bereits in den Nachtstunden. Bei den ersten beiden Einsätzen war die Ursache allerdings noch nicht der Schnee, sondern es handelte sich um Brandeinsätze. In der Produktionshalle eines Betriebs war Rauch festgestellt worden. „Von uns wurde der betroffene Bereich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und die Räumlichkeiten mit dem Druckbelüfter des TLF Ebergassing belüftet“, berichtet die Feuerwehr. Und bei einem Kellerbrand in Moosbrunn erwies sich die Unterstützung der Ebergassinger dann doch nicht als notwendig.
Doch dann schrillte bereits der Alarm, weil ein Fahrzeug auf der L156 beim Spar-Markt Fenzel von der Straße abgekommen war. Das Auto war in einen Graben gerutscht und auf einem Stein aufgesessen. Nachdem die Feuerwehr das Auto zurück auf die Straße gezogen hatte, konnte die Lenkerin die Fahrt fortsetzen.
Die Einsatzkräfte waren noch keine zwei Minuten zurück im Feuerwehr-Haus, wurden sie erneut zu einer Pkw-Bergung auf die L156 gerufen. Die Einsatzstelle befand sich nur zehn Meter von der vorigen entfernt. Hier war ein Auto von der Schnee-Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Lenker blieb dabei unverletzt. Auch dieses Mal zogen es die Feuerwehr-Mitglieder wieder auf die Fahrbahn zurück.
Kurze Zeit später drohte ein etwa 20 Meter hoher Baum durch die Schneelast auf die Schwadorferstraße und dort geparkte Autos zu stürzen. „Bei unserer Ankunft waren bereits mehrere Äste gebrochen und abgestürzt“, berichtet die Feuerwehr. Mit Hilfe der Teleskopbühne wurde Schnee vom Baum entfernt. Drei Äste wurden mit der Kettensäge abgeschnitten. Die Schwadorferstraße musste dafür für kurze Zeit von der Polizei für den Verkehr gesperrt werden.
Kurz darauf wurde die Feuerwehr zu Bäumen in der Gramatneusiedlerstraße gerufen. Auch dort bestand die Gefahr, dass die Bäume oder einzelne Äste unter der Schneelast abbrechen. Die Feuerwehr sperrte den Bereich großräumig ab. Da es sich um ein Privatgrundstück handelte wurde die Hausverwaltung verständigt.
Insgesamt war die Feuerwehr Ebergassing mit über 70 Einsatzkräfte und allen verfügbaren Einsatzfahrzeugen bis zur Mittagszeit im Dauereinsatz.
Bei der Feuerwehr Leopoldsdorf ging es ebenso schon in den frühen Morgenstunden los. Hier wurden gleich mehrere Fahrzeuge, die von der Fahrbahn abgekommen waren oder auf der Schneefahrbahn hängen geblieben waren, wieder flott gemacht oder abgeschleppt.
Das erste Auto musste aus dem Straßengraben gezogen werden, konnte danach aber die Fahrt fortsetzen. Beim zweiten Fahrzeug ging die Sache nicht so glimpflich aus. Der Pkw hatte einen Vorderachsbruch und blockierte den Kreisverkehr. Danach wurde die Feuerwehr zu einem Lkw gerufen, der auf der Auffahrt zur B16 in Fahrtrichtung S1 hängen geblieben war.