Salzburg startete mit einem hohen Sieg gegen Manchester City ins Turnier, es folgte ein 1:0 gegen den japanischen Partnerklub RB Omiya Ardija und der Sieg in Gruppe A. Da kann schon einmal Euphorie aufkommen.
Die großen Namen scheiterten früh
Mit Manchester City, Ajax Amsterdam, Club Brugge und Juventus Turin waren große Namen bereits nach der Gruppenphase geschlagen. Sie belegten jeweils den letzten Platz. Deutlich besser lief es für Salzburg und deren Partnervereine. Sie holten jeweils den Sieg.
Eine Überraschung? „Nein, es zeichnet Red Bull Akademien aus, dass sie immer wieder gute Jungs haben, egal, an welchen Standorten, alle arbeiten irgendwo in eine Richtung, alle ziehen an einem Strang. Deswegen war es für mich nicht überraschend, dass die Red-Bull-Teams hier generell so gut performen“, erklärt der Trainer.
Dem Zufall überlassen wird auch bei U16-Turnieren nichts. Bereits zuvor hatte man sich mit Videos akribisch auf den Gegner vorbereitet. Unterschiede zu Ligaspielen gebe es dabei kaum. Ein Punkt ist jedoch essenziell: Das Umfeld. Neben zahlreichen Fußballbegeisterten, Eltern und Trainern aus aller Welt, richten eben auch Scouts die Augen auf die Stars von morgen.
„Es geht darum, die Jungs viel mehr darauf vorzubereiten, dass wir den Fokus bei uns halten und uns nicht von äußeren Einflüssen ablenken lassen“, berichtet der 29-Jährige. Doch nicht nur die heimischen Talente wollen sich in den Fokus zahlreicher Klubs spielen. Auch für Salzburg wird die Next Generation Trophy zur Scouting-Bühne.
Turnier-Scouting auch für Salzburg wichtig
So wie beispielsweise die ehemaligen Spieler Mamadou Sangare und Youba Diarra von Teilnehmer Yeelen Olympique in die Mozartstadt gelotst wurden. Wie auch Yuri Leles, der selbst mit Red Bull Bragantino an der Next Generation Trophy teilgenommen hat und aktuell beim Kooperationsverein FC Liefering unter Vertrag steht.
„Wenn man schaut, sind richtig viele Scouts aus ganz Europa da. Natürlich auch unsere, die dann ganz genau darauf schauen und wirklich jede gegnerische Mannschaft genau analysieren und beobachten“, berichtet RBS-Akademieleiter Manfred Pamminger.
Für 15-Jährige kann das eine Herausforderung sein. Nervosität tritt laut dem Trainer durchaus auf, gerade aufgrund des Getummels und der großen Aufmerksamkeit. In Salzburg wollte man dem früh entgegensteuern. „Wir haben versucht, das im Vorfeld schon gut anzusprechen, zu bearbeiten, damit die Jungs wissen, was zu tun ist.“
Austausch gibt es bei Red Bull nicht nur im Spielerbereich, sondern auch bei den Trainern. „Man kennt sich schon lange. Ich muss zugeben, es ist schon sehr oft so, dass Trainer von anderen Akademien zu uns hospitieren kommen, weil wir über Jahre hinweg erfolgreich waren in der Entwicklung und Ausbildung der Spieler“, erklärt Pamminger.
Bragantino macht vierten Titel perfekt
Am Ende wurde das Turnier zwischen Red Bull Bragantino und Yeelen Olympique entschieden – Salzburg musste sich dem Klub aus Mali bereits am Freitag 0:2 geschlagen geben. Der brasilianische Kooperationsverein setzte sich im Finale ebenfalls mit 2:0 durch und jubelte über den vierten Sieg in Folge.