Vom „Schlachthof“ zur Talk-Königin
60. Geburtstag: Hier begann Sandra Maischbergers große TV-Karriere
25.08.2026 – 11:36 UhrLesedauer: 3 Min.
Sandra Maischberger: Sie ist nicht nur Moderatorin, sondern arbeitet auch als Produzentin – so wie jetzt bei dem Dokufilm „Riefenstahl“. (Quelle: imago stock&people)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1xArtikel teilen
Leben und Karriere begannen für Sandra Maischberger am selben Ort: in München. Ein Studium, das nur wenige Tage dauerte, spielte dabei eine entscheidende Rolle.
Ob Bundeskanzler, Parteichefin oder internationaler Staatsgast: Wenn Sandra Maischberger im Fernsehen die Fragen stellt, müssen sich ihre Gäste auf hartnäckiges Nachhaken einstellen. Seit Jahrzehnten prägt die Journalistin die deutsche Talkshow-Landschaft. An diesem Dienstag feiert die gebürtige Münchnerin ihren 60. Geburtstag.
Anerkennung gibt es anlässlich des Jubeltages aus allen Ecken der Republik: „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo lobt ihre Disziplin, ARD-Kollegin Caren Miosga nennt Maischberger eine „fantastische Fragestellerin“. Der Weg an die Spitze des deutschen Fernsehens begann jedoch nicht in Berlin oder Köln, sondern in München.
Sandra Maischberger: In München geboren, in Italien aufgewachsen
Sandra Maischberger kam am 25. August 1966 in der bayerischen Landeshauptstadt zur Welt. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie allerdings in Italien: Bis zu ihrem achten Lebensjahr wuchs sie in der Nähe von Rom auf. Später kehrte die Familie nach Bayern zurück, Maischberger machte in Garching bei München ihr Abitur.
Ihre Neugier habe sich schon früh bemerkbar gemacht. Sie sei ein „total neugieriges, nerviges Kind“ gewesen, das permanent Fragen gestellt habe, erzählte Maischberger 2017 in der Talkshow „3nach9“. Daraus könne man schließlich einen Beruf machen.
Zunächst schrieb sie sich in München für ein Studium der Kommunikationswissenschaften ein. Das Studentenleben währte allerdings nur kurz: Schon nach wenigen Tagen soll Maischberger erkannt haben, dass sie lieber praktisch arbeiten wollte. Sie brach das Studium ab – und startete stattdessen ihre journalistische Laufbahn.
Ihre Karriere begann beim Bayerischen Rundfunk
Erste Erfahrungen sammelte Maischberger beim Radiosender Bayern 2. Zwischen 1987 und 1989 besuchte sie die Deutsche Journalistenschule in München. Nebenbei arbeitete sie weiter für Bayern2 und das Münchner Stadtmagazin „Prinz“.
Auch ihre ersten Schritte im Fernsehen machte Maischberger in der bayerischen Landeshauptstadt. Sie arbeitete für Tele 5 und den Bayerischen Rundfunk. Bei der BR-Sendung „Live aus dem Schlachthof“ war sie als junge Journalistin tätig. Die Sendung wurde im damaligen Kulturzentrum im Münchner Schlachthofviertel produziert und galt als unkonventionelles Format für ein junges Publikum.
Sandra Maischberger und der Sprung ins Fernsehen
Es folgten ein eigenes Interviewmagazin bei Premiere, eine Talkshow bei n-tv und erste Auszeichnungen. Im September 2003 erhielt die Wahl-Berlinerin schließlich einen festen Sendeplatz mit „Menschen bei Maischberger“. Mit der Zeit wurde die Sendung deutlich politischer und aktueller.


