Der Dokumentarfilm begleitet die israelische Musikerin Noga Erez über fünf Jahre hinweg. Beim Special Screening in Wien sprachen Erez, Ori Rousso sowie die Regisseure Jono und Benji Bergmann über ein Porträt zwischen Popkarriere, Beziehung und politischem Konflikt.

Am 20. August wurde der Dokumentarfilm „NOGA“ im Stadtkino im Künstlerhaus in Wien präsentiert. Nach der Vorführung kamen die israelische Musikerin Noga Erez, ihr Lebensgefährte und kreativer Partner Ori Rousso sowie die Wiener Regisseure Jono und Benji Bergmann zu einem Gespräch auf die Bühne. Der reguläre österreichische Kinostart folgte am nächsten Tag.

Im Zentrum des Films steht nicht allein Erez’ musikalischer Aufstieg. „NOGA“ widmet sich ebenso ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit Rousso, persönlichen Konflikten und der Frage, wie sich eine israelische Künstlerin in einem zunehmend polarisierten politischen Umfeld positionieren kann.

Fünf Jahre zwischen Bühne und Privatleben

Für den Dokumentarfilm begleiteten die Brüder Bergmann Erez und Rousso nach eigenen Angaben fünf Jahre lang. Beim Gespräch im Stadtkino berichteten sie laut Medien von insgesamt rund 700 Stunden Ausgangsmaterial. Daraus entstand ein rund eineinhalbstündiges Porträt, das Konzertaufnahmen, musikalische Arbeit und private Momente miteinander verbindet.

Der Film zeigt Erez auf dem Weg zu größerer internationaler Bekanntheit. Gleichzeitig dokumentiert er Spannungen innerhalb ihrer Beziehung zu Rousso, mit dem sie seit Jahren Musik schreibt und produziert. Die private und berufliche Partnerschaft wird allerdings nicht getrennt erzählt. Konflikte über Texte, Karriereentscheidungen und Zukunftsvorstellungen greifen dabei ineinander.

„NOGA“ entstand als internationale Koproduktion mit österreichischer Beteiligung. Regie und Drehbuch stammen von Benjamin „Benji“ Bergmann und Jonathan „Jono“ Bergmann. Zu den österreichischen Produzent:innen zählen laut Österreichischem Filminstitut außerdem Alexander Glehr und Johanna Scherz.

Politische Konflikte verändern die Erzählung

Während der Dreharbeiten veränderte sich auch der politische Kontext grundlegend. Der Film behandelt die Proteste gegen die israelische Justizreform, den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Krieg. Erez spricht darin unter anderem über die israelische Regierung, die Geiselnahmen sowie die internationale Boykottbewegung BDS.

Damit rückt „NOGA“ die widersprüchliche Position der Musikerin in den Mittelpunkt. In Israel wird sie wegen ihrer Kritik an der Regierung angefeindet. Außerhalb des Landes erlebt sie Ablehnung und Konzertabsagen aufgrund ihrer israelischen Herkunft.

Filmschaffende und Gäste im Stadtkino

Neben den Beteiligten des Films kamen auch Gäste aus Film, Kultur, Medien und Politik ins Stadtkino. Unter ihnen waren unter anderem Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky, Gastronomin Haya Molcho, Künstler Samy Molcho und Schauspielerin Valerie Huber. Außerdem anwesend waren Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, Unternehmer Ariel Muzicant, Journalist und Künstler Oscar Bronner, Drehbuchautor Peter Morgan, Model Cordula Reyer, Journalistin Isabella und Rudi Klausnitzer, Lifestyle- und Fashion-Bloggerinnen Carola Pojer und Vicky Heiler, Journalist Niki Fellner und Frau Valeria, Schauspielerin Coco König sowie Werber Mariusz und Marika Demner.

Einen Eindruck vom Premierenabend können Sie zudem mittels Galerie gewinnen.

www.stadtkinowien.at