Es sind oftmals die kleinen Entscheidungen, die große Dinge bewirken. Beim Bäcker beispielsweise, wenn die Menschen zwei belegte Brötchen und eine Laugenstange kaufen, im Supermarkt, wenn sie schnell Wasser holen, oder am Flughafen: Ach, noch schnell das Souvenir für Mama. Jede dieser Situationen dauert nur ein paar Sekunden: Karte raus, dranhalten – schon bezahlt. Für die meisten Menschen ist es nur ein unbedachter Griff ins Portemonnaie. Dabei entscheiden sie jeden Tag aufs Neue mit darüber, wie viel ihr Einkauf wirklich kostet. Und wie unabhängig Europa ist.

In der Bezahlindustrie ist ein milliardenschwerer Kampf entbrannt, in dem es um weit mehr geht als die Vorlieben der Konsumenten. Es geht um Abhängigkeit von den USA, um Kontrolle und darum, wer die Preise in einem Markt diktieren kann, der so wichtig ist wie nie zuvor. In diesem Kampf ringen Kartennetzwerke wie Visa und Mastercard ebenso wie Tech-Konzerne von Google bis Apple und neue europäische Anbieter wie Wero um Marktanteile. Sie alle wollen daran verdienen, wie die Menschen bezahlen, wollen Macht und Einfluss sichern. Bleibt nur die Frage: Wer gewinnt?


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