Als Betreiber eines Biomassekraftwerks steht die Bäuerliche Bioenergie Fröling seit Jahren für Wärmeerzeugung aus Holz und eine regionale, nachhaltige Wärmeversorgung. Dabei spielt die langjährige Kompetenz im Bereich moderner Biomassefeuerung und innovativer Heiztechnik eine große Rolle. Ein Studienschwerpunkt war daher die Frage, wie durch modernste Kesseltechnik, Pufferspeicher und Kondensationsanlagen der Wirkungsgrad des Kraftwerks gesteigert und der Brennstoffeinsatz optimiert werden kann.

Die Studie beleuchtet die Ziele bis 2036 und bewertet alle geplanten Investitionen hinsichtlich Preis-Leistungs-Verhältnis, Wirtschaftlichkeit und Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung. Neben der Optimierung des Biomassekraftwerks wurden weitere Zukunftsprojekte untersucht. So soll im Ökoenergiepark Grieskirchen die Stromerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen weiterentwickelt werden. Die erzeugte Abwärme der Biogasanlage wird bereits effizient im Biomassekraftwerk genutzt. Ebenfalls analysiert wurde, wie ein Großstromspeicher die Stromproduktion der Biogasanlage glätten und als stabile Dauerlast in das Ortsnetz einspeisen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine geplante Agri-PV-Anlage. Die Studie zeigt, dass ein Großspeicher künftig überschüssigen Ökostrom, insbesondere in Zeiten negativer Strompreise, aufnehmen und bedarfsgerecht als Regelenergie, Spitzenlast oder Notstrom bereitstellen kann.

Zukunftsfelder

Zudem wurden weitere Zukunftsfelder wie die Biomethan­produktion für das Gasnetz sowie die Nutzung von Geothermie untersucht. Großspeicher für Wärme und Strom sollen künftig kurzfristige Energieüberschüsse speichern und dadurch Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit des gesamten Energiesystems erhöhen.

Ziel ist, den Kunden leistbare, nachhaltige und regionale Energie in Form von Strom und Wärme bereitzustellen. Die Studie liefert dafür eine fundierte Grundlage und ermöglicht der Gesellschaft, gemeinsam mit ihren 25 landwirtschaftlichen Mitgliedsbetrieben, der Fa. Fröling und den beteiligten Experten, Investitionsentscheidungen rasch und auf einer wirtschaftlichen Basis zu treffen. Mit dem Projekt wurde ein wichtiger Schritt für die Langfristentwicklung des Energiestandorts Parz und den Ausbau erneuerbarer Energien in OÖ gesetzt.

ÖKO-PLUS