Schulze spricht in Richtung Siegmund

AUDIO: Umfrage vor der Landtagswahl: CDU fällt zurück, AfD aber ohne absolute Mehrheit (1 Min)

TV-Debatte zur Landtagswahl

Stand: 26.08.2026 22:01 Uhr

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht bevor. Keine zwei Wochen vor der Wahl haben die Spitzenpolitiker von CDU AfD, der Linken, SPD, den Grünen, BSW und FDP in der MDR-Sendung „Fakt Ist!“ diskutiert. Ein zentrales Thema war dabei die Migration.

von MDR SACHSEN-ANHALT

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Elf Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben die Spitzenkandidaten in der MDR-Sendung „Fakt Ist!“ über wichtige Themen in Sachsen-Anhalt diskutiert. Im MDR-Landesfunkhaus in Magdeburg waren Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), Ulrich Siegmund (AfD), Eva von Angern (Die Linke), Armin Willingmann (SPD), Susan Sziborra-Seidlitz (Bündnis 90/Die Grünen), Lydia Hüskens (FDP) sowie Thomas Schulze (BSW) zu Gast.

Video:
Parteianhänger warten vor dem Funkhaus (1 Min)

Schulze und Siegmund liefern sich hitzigen Schlagabtausch

Sven Schulze und Ulrich Siegmund haben die aussichtsreichsten Chancen, Ministerpräsident zu werden. Die beiden Politiker diskutierten in den ersten 30 Minuten zu Zweit über verschiedene Themen. Dabei ging es beispielsweise um den Umgang miteinander und eine kürzliche Aussage der AfD-Chefin Alice Weidel, sie wolle nicht mehr angelogen werden von Flachzangen, „die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun“. Schulze sagte daraufhin, dass er Siegmund niemals als Flachzange betiteln würde. Siegmund entgegnete zu Schulze: „Menschlich nicht, politisch ja.“

Siegmund spricht zu Schulze

Weitere Themen in dem Schlagabtausch war die Inklusion. Siegmund sagte, Inklusion sei ein gescheitertes Experiment. Nach seinen Worten müssten die Menschen individuell betrachtet werden. Ministerpräsident Schulze zeigte sich darüber bestürzt. Kinder dürften nicht danach beurteilt werden, wie sie geboren werden.

Moderatoren vor den Spitzenkandidaten

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Auch wurde diskutiert, wie die künftige Ministerpräsident das Land regieren will. Schulze sagte, er wolle Sachsen-Anhalt-Themen in den Bund tragen und nicht umgekehrt. Siegmund wollte vor allem dafür sorgen, dass die Menschen im Land wieder mehr Geld hätten. Dafür müssten die Ausgaben des Bundes ins Ausland gestoppt werden.

Migration als Thema in der großen Diskussionsrunde

Eine halbe Stunde nach dem Start der Sendung machten die Spitzenkandidaten der anderen Parteien die Runde komplett. Das erste große Thema in der Diskussion war die Migration. Die Spitzenkandidaten verfolgen dabei verschiedene Ansätze: SPD-Politiker Willingmann sprach von sinkenden Migrationszahlen. AfD-Politiker Siegmund kritisierte die hohen Zahlen der Einbürgerungen und sprach sich für konsequente Abschiebungen aus, sollten Einwanderer Straftaten begehen.

Ministerpräsident Schulze führte die Bürgerarbeit, bei der ausländische Menschen gemeinnützige Arbeit leisten müssen, als positives Beispiel an. Die Grünen-Politikerin Sziborra-Seidlitz sagte, Migration sei wichtig, um die Folgen des demografischen Wandels abzufangen.

Spitzenkandidatinnen und -kandidaten stehen am Pult

Eva von Angern von den Linken sagte, bei Straftaten gehe es nicht um die Herkunft der Täter, sondern um die Täter an sich. Man müsse in die Justiz vertrauen und vor allem auf die positiven Beispiele der Migration schauen. BSW-Mann Thomas Schulze sprach in der Diskussion davon, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt nicht gut integriert seien. Nach seinen Worten kämen auf Migranten auf ihn zu und sagten: ‚Wir sind zwar gut für die Arbeit, aber eine Integration, die soll überhaupt nicht stattfinden.‘

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