Enttäuschung. Ungläubigkeit. Frust.
Der SK Rapid findet sich nach der verpassten Qualifikation für die UEFA Conference League und damit für das internationale Geschäft am bisherigen Tiefpunkt dieser jungen Saison wieder.
120 Minuten lang durchlebten Fans und Zuschauer im Allianz-Stadion und vor den TV-Bildschirmen eine dramatische, turbulente und in beide Richtungen offene Playoff-Partie. Aus grün-weißer Sicht letztendlich ohne Happy End.
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45 Minuten lang lief eigentlich alles ganz nach Vorstellung der Hütteldorfer. Der Weg ins europäische Geschäft schien geebnet, alles schien vorbereitet für den freudigen Abschluss einer weitgehend souveränen Qualifikationstour.
„Sollte niemals zu einem Elfmeterschießen kommen“
Auf eine souveräne, spielfreudige erste Halbzeit folgten wackelige 45 Minuten, in denen sich Rapid in Überzahl zuerst den Ausgleich fing und danach in der Verlängerung sogar in Rückstand wiederfand.
Allerspätestens nach Spielende stand scheinbar nur einem die Ratlosigkeit über die plötzlichen Versäumnisse seines Teams nicht ins Gesicht geschrieben: Johannes Hoff Thorup.
Während Ercan Kara und Matthias Seidl nach Spielende um die richtigen Worte rangen, schien der dänische Chefcoach die Gründe für den unglücklichen Ausgang bereits gefunden zu haben.
Sichtlich mitgenommen zog Hoff Thorup im Rahmen der anschließenden Pressekonferenz bereits eine erste ernüchternde Bilanz.
Taktik „nicht gut genug“ umgesetzt
„Es gibt einige entscheidende Momente im Spiel, die wir nicht gut genug managen. Wir müssen in der Lage sein, in der zweiten Halbzeit ein wenig Druck auszuhalten. Es sind die entscheidenden Momente im Spiel, mit denen ich nicht zufrieden bin. Dann wird es zu einem Drama, und es sollte niemals zu einem Elfmeterschießen kommen. Das sollte schon vorher entschieden sein.“
Mit und gegen den Ball ortet der 37-Jährige klare Versäumnisse seiner Mannschaft: „Wir haben das Mann-gegen-Mann-Pressing nicht gut genug umgesetzt. Wir haben bei den zweiten Bällen nicht gut genug aufgepasst, sodass wir ihrem Pressing nur in die Hände gespielt haben. Zum anderen haben wir nicht oft genug die Zeit gefunden, auf die andere Seite oder hinter die Abwehr zu kommen. Wir hatten zwar einige gute Momente, aber die Passqualität ist nicht auf einem ausreichend hohen Niveau, und wir nutzen den Raum hinter der Abwehr nicht wirklich aus.“