Mit einem 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel vor acht Tagen ging der FC Salzburg heute in Wals-Siezenheim ins Retourmatch im Play-off der UEFA Europa League gegen den schwedischen Überraschungs-Meister Mjällby AIF. Nach 0:0-Pausenstand zogen die Roten Bullen Mitte der zweiten Halbzeit durch einen Doppelpack von Karim Konaté mit 2:0 davon. Sturmkollege Haris Tabaković, der in der dritten Qualirunde gegen Pafos FC alle vier Salzburger Tore erzielt hatte, sorgte für den 3:0-Endstand. Mit einem Gesamtscore von 4:0 steigt die Röhl-Elf damit auf. Morgen Mittag ab 13 Uhr findet die Auslosung für die Ligaphase statt.

Mit seinem Doppelpack Mitte der 2. Halbzeit machte Torjäger Karim Konaté für die Salzburger alles klar und bejubelt mit Sturmpartner Edmund Baidoo einen seiner Treffer.

Salzburg tat sich lange schwer, Baidoo sorgte für Schwung

Von Beginn an zeigte der schwedische Meister, dass er sich nach der 0:1-Heimniederlage im Hinspiel noch nicht kampflos geschlagen geben wollte. Früh holte Mjällby nach einem Foul am 22-jährigen Dänen Mads Enggård einen Freistoß heraus, die folgende Flanke blieb aber ohne Abnehmer. Erst nach einigen Minuten übernahm Salzburg schrittweise die Kontrolle über Ball und Raum, ohne zunächst in den Strafraum der Gäste vorzudringen.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Offensivaktionen der Mozartstädter zielstrebiger. Damir Redzic setzte das erste Ausrufezeichen mit einem Haken gegen Pettersson und einem Abschluss über das Tor, kurz darauf prüfte der 23-jährige Außenstürmer Mjällby-Keeper Wallinder ein weiteres Mal. Besonders auffällig war Edmund Baidoo, der zunächst nur knapp an einer Hereingabe von Haris Tabakovic vorbeirauschte und später in Keeper Wallinder mit einem Schuss ins kurze Eck seinen Meister fand. Auch aus der Distanz versuchte es Salzburg – ein Versuch von Abubakr Barry aus gut 20 Metern wurde vom schwedischen Schlussmann zur Ecke gelenkt.

Defensiv stand Mjällby ansonsten in dieser Phase stabil. Wie schon im Hinspiel taten sich die Salzburger schwer, klare Chancen zu erspielen, obwohl sie sich in der gegnerischen Hälfte festsetzten. Die Skandinavier kamen nur sporadisch nach vorne, etwa als der 31-jährige Stürmer Jacob Bergström nach einem Fehler in der Salzburger Hintermannschaft zum Ball kam, aber an Keeper Zabransky hängen blieb.

Kurz vor der Pause meldeten sich beide Teams noch einmal an: Kapitän Veratschnig scheiterte mit einem direkten Freistoß an Wallinder, Konaté köpfelte den Abpraller neben das Tor, auf der Gegenseite sorgte der 22-jährige Däne Jeppe Kjaer mit einem Auftauchen im Strafraum der Salzburger für Unruhe. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.

Konaté dreht nach der Pause auf – Tabaković machte alles klar

Nach Wiederanpfiff kamen die Salzburger deutlich frischer aus der Kabine. Ein Kopfball des aufgerückten Innenverteidiger Valentin Zabransky nach einer Ecke verfehlte nur knapp das Gäste-Gehäuse. Dann fand Abwehrspieler Kévin Boma mit einer Seitenverlagerung Edmund Baidoo, der daraus aber noch kein Kapital schlagen konnte. Mjällby versuchte seinerseits über schnelle Umschaltmomente Gefahr hervorzurufen, blieb aber zunächst harmlos. Ein erster Abschluss von Routinier Jacob Bergström war leichte Beute für Keeper Christian Zawieschitzky.

Mitte der zweiten Halbzeit bogen die Gastgeber dann auf die Siegerstraße ein. Zunächst vergaben die Salzburger noch eine Riesenmöglichkeit. Haris Tabaković umkurvte nach Steilpass von Veratschnig Torhüter Wallinder und legte auf Karim Konaté zurück, dessen Abschluss jedoch von einem Verteidiger geblockt wurde. Kurz darauf ging der 32-jährige, bosnische Nationalstürmer nach einer Hereingabe von Karim Konaté im Strafraum zu Boden, der Elfmeterpfiff blieb aus. Nur Momente später fiel dann aber doch das erlösende 1:0: Nach einer Ecke zog Redzic aus dem Rückraum ab, Wallinder wehrte nach vorne ab, ehe Karim Konaté goldrichtig stand und zur Führung einschob.

Der Treffer gab den Salzburgern sichtbar Sicherheit, während Mjällby nun zwei Tore zur Verlängerung gebraucht hätte. Die Gäste mussten öffnen, kamen aber nur vereinzelt zu Chancen. Die Roten Bullen blieben am Drücker und legten nach: Edmund Baidoo chippte den Ball in die Tiefe, Karim Konaté startete durch und überwand Wallinder per Kopfball ein zweites Mal – das 2:0 und zugleich der persönliche Doppelpack des Ivorers. Kurz darauf musste Konaté verletzt vom Feld getragen werden, ein Wermutstropfen in einer nun klar in Richtung Salzburg laufenden Partie.

Mjällby suchte in der Schlussphase noch einmal das Risiko. Kjaer bediente Granath, der an Zawieschitzky scheiterte, später setzte der eingewechselte Dalsgaard einen weiteren Abschluss, doch der Salzburger Torhüter blieb auch hier sicher.

Den endgültigen Schlusspunkt setzte dann Haris Tabaković: Nach einer Seitenverlagerung von Kitano hielt Veratschnig den Ball im Spiel und legte ins Zentrum zurück. Vertessen wurde noch entscheidend gestört, doch am langen Eck lauerte der bosnische Torjäger und schob zum 3:0 ein. In den letzten Minuten ließen die Salzburger den Ball laufen, ehe der Schlusspfiff den Einzug in die Europa-League-Ligaphase besiegelte, während Mjällby in der Conference League weitermachen wird.

UEFA-Europa-League-Qualifikation, Play-off-Rückspiel

Donnerstag, 27. August 2026, 19 Uhr, Salzburg Arena in Wals-Siezenheim; Z: 7.654; SR: Irfan Peljto/Bosnien

FC Salzburg vs. Mjällby AIF 3:0 (0:0)

FC Salzburg: Zawieschitzky; Veratschnig (K), Boma, Zabransky (74. Mellberg), Schmid; Mazurek (68. Kitano), Redzic (82. Camara), Barry; Konaté (74. Vertessen), Tabaković, E. Baidoo (68. Tohumcu). Trainer: Danny Röhl.

Mjällby AIF: Wallinder; Pettersson, Norén, Miettinen, V. Gustafson (75. Leandersson), Enggård (56. Lindberg), J. Gustavsson (K), Kjær (75. Dalsgaard), Granath (75. Svanberg), Bergström, Nielsen (61. Agnarsson). Trainer: Karl Marius Aksum. 

Torfolge: 1:0 Konaté (61.), 2:0 Konaté (67.), 3:0 Tabaković (80.)

Gelbe Karten: V. Gustavsson (19., Foulspiel), Granath (22., Foulspiel), Bergström (45.+1, Foulspiel). 

SPIELFILM im Ligaportal-LIVETICKER

Fotocredit:  RBS by Getty