Vorwürfe stehen gegen die Kunstliebe
So sehr sich die Schnur auch zuziehen möchte, bewiesen ist de facto nichts und die Gerichte müssen die Sachlage klären. Das macht den allgemeinen Zustand nicht besser oder einfacher, aber er sollte auch von einer aktuellen und realen Seite beäugt werden. „Ich liebe die Kunst“, so Palmer, „ich liebe meine Mitmusiker, meine Kunstfreunde, all die Poeten, Tänzerinnen und andere Menschen, die rund um die Kunst aktiv sind. Ich brauche die echten Menschen und habe keine Lust auf die Anonymität des Internets. Ich liebe die Kunst intensiv, mit allen Poren und will mich mit Leuten umgehen, denen es ähnlich geht. Man ist sein eigener Boss und muss für sich und seine Taten geradestehen. Ich hatte so viele Jahre Zeit, zu lernen, wie man mit Internettrollen und Kritikern umgeht, dass das längst zu einem Teil meiner Persönlichkeit wurde. Die Leute konnten schon früher Lügen und sich das Maul über einen zerreißen. Jetzt passiert es halt in einer Form der Öffentlichkeit, die man früher so nicht wahrgenommen hat.“