Nach der gescheiterten Europacup-Qualifikation geht es für den SK Rapid in der Bundesliga gleich wieder Schlag auf Schlag. Am Sonntag steigt für den bislang blitzblanken Spitzenreiter in Hütteldorf der ewig junge Klassiker gegen Vizemeister SK Sturm Graz (ab 17:00 Uhr im Ligaportal-LIVETICKER). Grün-Weiß will sich rehabilitieren. Vorab Wortspenden der Wiener!

Das Thorup-Team muss die Köpfe aufrichten.
„…Lehren daraus ziehen“
Unter Sturm-Coach Fabio Ingolitsch, der mit Beginn dieses Kalenderjahres das Amt von Vereinslegende Jürgen Säumel (Meister 2024) übernahm, sind die „Schwoazn“ in der Liga bislang kaum zu besiegen. Seit mehr als einem halben Jahr mussten die Grazer keine BL-Pleite mehr hinnehmen. Am letzten Valentinstag (14. Februar 2026) setzte es die erste und bis dato letzte unter dem 34-Jährigen, ein 0:1 bei der WSG Tirol.
Rapid hält nach zehn Pflichtspielen in dieser Spielzeit bei acht Siegen und offiziell zwei Remis, wobei das Ausscheiden im Elfmeterschießen gegen die Hearts eine gefühlte Niederlage ist. Trotzdem muss und wird der Blick des Trainerteams um Johannes Hoff Thorup nun auf die kommenden Aufgaben, speziell diesen Schlager gegen Sturm, gerichtet. Am Donnerstag waren bereits über 21.000 Tickets abgesetzt.
Der dänische Trainer betont: „Wir müssen die Lehren daraus ziehen und sicherstellen, dass wir mit einem positiven Mindset vorangehen. Wir dürfen uns nicht von einem schlechten Resultat ablenken lassen. Es wird ein taffes Spiel. Sturm ist ein physisch sehr starkes Team. Wir wollen ein Spiel daraus machen, das auf unseren Stärken aufbaut.“
Zur Hütteldorfer Personalsituation: „Marcelin hat eine schwere Verletzung und wird bis zu zehn Wochen ausfallen. Er war auf seinem Weg zurück. Das sind schlechte Neuigkeiten. Claudy (Mbuyi, Anm.) ist auf dem Weg zurück. Erste Minuten für ihn sind in sieben bis zehn Tagen realistisch.“

Seidl und die Wiener bezwangen zuletzt den GAK in Hütteldorf fulminant mit 8:0.
„…120 Minuten waren zach“
Gegen die „Blackies“ hat Rapid in 116 BL-Partien 75 Siege gefeiert. Mehr Heimsiege in der Vereinsgeschichte gelangen den Hütteldorfern nur gegen die Admira (77). Allerdings gingen beide Matches unter Trainer Johannes Hoff Thorup gegen die Steirer jeweils mit 0:2 verloren (daheim und in der Fremde).
Kapitän Matthias Seidl steht gegen Sturm vor seinem 100. Meisterschaftsspiel für Rapid. Bisher erzielte der Leistungsträger in 99 Oberhaus-Partien 13 Tore für die Bundeshauptstädter. „Vor zwei Tagen waren wir natürlich enttäuscht. Aber es gilt nach vorne zu schauen. Was in der Vergangenheit passiert ist, kann man nicht mehr ändern. Am Sonntag geht es weiter. Sturm ist ein sehr guter Gegner, hat einen guten Start hingelegt. Sie spielen schnell in die Tiefe, schnell vor das Tor und wollen uns so brechen. Wir wollen uns jetzt noch top vorbereiten und top regenerieren. 120 Minuten waren zach, aber es sind ein paar Tage dazwischen, daher sollte es sich für alle Spieler sehr gut ausgehen. Wenn wir gut vorbereitet sind, bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen können“, so der Captain.
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Fotocredit: LBP Media / Lukas Biereder und Josef Parak