Der SC Austria Lustenau bejubelte im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause einen 2:1-Heimsieg gegen den KSV 1919. William Rodrigues hatte die Vorarlberger in der 53. Minute per Elfmeter in Führung gebracht, Meletios Miskovic gelang in der 60. Minute per Weitschuss der Ausgleich. In der Nachspielzeit wurde es hektisch: Zunächst erzielte Pius Grabher in seinem 300. Spiel für Lustenau den Treffer zum 2:1, ehe Sekunden später ein Kopfballtor von Kapfenberg wegen Abseits aberkannt worden war.

Lustenau wird vor allem bei Standards gefährlich
Die Falken aus der Steiermark starteten engagiert in die Partie und fanden durch Thomas Maier den ersten Abschluss vor. Dieser war jedoch zu harmlos und stellte Domenik Schierl vor keine Probleme (2.). In weiterer Folge übernahmen jedoch die Hausherren aus Vorarlberg das Kommando: Abubakar fiel das Leder in der 15. Minute genau vor die Füße, doch KSV-Keeper Colic tauchte ab und parierte sicher (15.).
Je länger die erste Halbzeit andauerte, umso mehr näherten sich die Lustenauer den ersten Treffer an. Besonders gefährlich wurde es bei Freistoßhereingaben von Lukas Ibertsberger. In der 32. Minute verpasste Bouchenna eine dieser Hereingaben knapp, ehe es in der 41. Minute richtig gefährlich wurde. Wade kam nach einer Freistoßflanke aus kurzer Distanz zum Kopfball, scheiterte aber an Colic, der den Einschlag mit einem sensationellen Reflex verhindern konnte (41.).
Für den letzten Abschluss in der ersten Hälfte sorgte Lustenau-Neuzugang Asumah Abubakar: Der Portugiese setzte einen direkten Freistoß knapp über das Tor der Falken (45.).
Hektische Szenen in der Nachspielzeit
Kurz nach dem Seitenwechsel stand KSV-Keeper Vinko Colic im Mittelpunkt, als er den durchgebrochenen Abubakar im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Referee Samuel Sampl zögerte einen Moment, zeigte dann aber auf den Punkt. William Rodrigues übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher ins linke Eck – 1:0 (53.).
Kurz darauf sorgte Ibrahim Ouattara für das vermeintliche 2:0, doch sein Treffer wurde vom Schiedsrichterteam aberkannt. Die Führung der Vorarlberger war aber nicht von langer Dauer, denn Meletios Miskovic sorgte mit einem satten Schuss aus 18 Metern für den Ausgleich (60.).
Die Schlussphase gestaltete sich ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten: Während die Gäste aus der Steiermark einen Kopfball knapp neben das Tor setzten, sorgte auf der anderen Seite ein Schuss des eingewechselten Vucenovic für große Gefahr (78.).
In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst traf Pius Grabher herrlich ins rechte Kreuzeck zum 2:1 (90.+3), ehe ein Kopfballtor der Gäste wegen einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt wurde. Schwer aufzulösen, KSV-Trainer Vladimir Petrovic holte sich wegen Kritik sogar die Rote Karte ab.
SC Austria Lustenau – KSV 1919 2:1 (1:0)
Freitag, 20.02.2026 (18:00 Uhr); Planet Pure Stadion, Lustenau; SR Samuel Sampl
A. Lustenau: Schierl; William, Maak, Wade (88./Voisine), Ibertsberger; Bouchenna (58./Diarra), Ouattara (75./Vucenovic), Grabher; Lahne (75./Jastremski), Gmeiner, Abubakar (57./Delaye); Trainer: Markus Mader.
KSV 1919: Colic; Pranjkovic, Miskovic, Berg, Littig; Kadlec, Zikovic, Heuser, Hassler (81./Breit); Dilek (54./Rostas), Maier (74./Mikulic); Trainer: Vladimir Petrovic.
Tore: William (53./Elfmeter), Grabher (90.+3) bzw. Miskovic (60.)
Gelbe Karten: Grabher bzw. Dilek, Colic, Hassler
Rot: Petrovic (90.+4/KSV-Trainer)
Fotocredit: GEPA ADMIRAL