Sie befindet sich in stabilem Zustand und wird auf einer Sonderisolierstation betreut. Nach derzeitiger Einschätzung erfolgte die Ansteckung bei einem Aufenthalt im Nahen Osten. Die Krankheit wird vor allem durch Zecken übertragen, die Gefahr einer Übertragung von Mensch zu Mensch ist äußerst unwahrscheinlich, wie es am Freitag seitens der Klinik Favoriten hieß. Aufgrund der Symptomatik wurde frühzeitig die Infektiologie der Klinik Favoriten hinzugezogen und die Patientin entsprechend den hygienischen Standards isoliert. Die diagnostischen Untersuchungen bestätigten inzwischen den Verdacht.

Seltene Infektionskrankheit

Das Krim-Kongo-Fieber ist eine seltene virale Infektionskrankheit, die vor allem durch den Stich infizierter Zecken sowie durch direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Tiere übertragen werden kann. Die Erkrankung tritt insbesondere in Teilen Afrikas, Südosteuropas, des Nahen Ostens und Asiens auf. Typische erste Symptome sind plötzlich auftretendes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel sowie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen. Bei schweren Verläufen können Blutungen und Organbeeinträchtigungen bis hin zum Multiorganversagen auftreten. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist laut Expertinnen und Experten grundsätzlich möglich, erfolgt jedoch überwiegend bei engem und ungeschütztem Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Eine Übertragung durch alltägliche soziale Kontakte ist äußerst unwahrscheinlich.

„Die Patientin ist in besten Händen“

„Das Krim-Kongo-Fieber ist eine sehr seltene und ernst zu nehmende Infektion. Gut ist, dass die Erkrankung rasch diagnostiziert wurde und die infizierte Person nun auf einer Sonderisolierstation ist. Die Patientin ist in besten Händen und wird von einem Team aus Expertinnen und Experten umfassend betreut“, sagte Christoph Wenisch, Leiter der Infektiologie und Tropenmedizin der Klinik Favoriten. Die Abteilung verfügt über umfassende Expertise in der Diagnostik und Behandlung von Infektions- und Tropenerkrankungen und ist auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hochinfektiösen Erkrankungen vorbereitet. Zum Schutz der Privatsphäre der Patientin werden keine weiteren Angaben zu ihrem Gesundheitszustand oder zu persönlichen medizinischen Details gemacht.

Lokalisierung: Die Frau wird in der Klinik Favoriten behandelt 

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