Im Dezember hatten die Behörden die Zahl der Kenianer, die für Russlands Armee rekrutiert wurden, noch auf 200 geschätzt. Nach Angaben des Abgeordneten Ichung’wah liegen derzeit mindestens 39 Kenianer nach Kampfeinsätzen im Krankenhaus, 28 weitere würden vermisst und 89 Männer seien an der Front im Einsatz. Der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi will im März nach Moskau reisen, um das Thema zu besprechen. Die kenianische Regierung verurteilt den Einsatz ihrer Staatsbürger „als Kanonenfutter“ in der Ukraine.

Eine Gruppe von US-Senatoren der Demokraten hat bei einem Besuch in der Ukraine schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert. Man hoffe auf stärkere Anstrengungen, um Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin auszuüben, sagte Senatorin Jeanne Shaheen. Länder wie China, Indien, Ungarn und Brasilien, die russisches Öl und Gas kauften, sollten sehr starke Anreize erhalten, dies zu beenden, betonte Senator Richard Blumenthal. Zudem solle die „Schattenflotte“ von Tankern, die russisches Öl transportieren, eingedämmt werden. Die Senatoren kündigten an, nach ihrer Rückkehr nach Washington auf entsprechende Gesetze zu drängen.