Beim Italiener zieren sie Pizzen und Salate, im Supermarkt liegen sie im Kühlregal zwischen Lachsfilet und Fischstäbchen: Garnelen. Was vor 25 Jahren noch eine Delikatesse war, ist heute Massenware. Eine 125-Gramm-Packung tiefgekühlter, gekochter und geschälter Party-Garnelen ist in einem österreichischen Supermarkt für 3,99 Euro zu halten. Aus „zertifizierter Aufzucht“, mit ASC-Siegel, abgepackt in den Niederlanden. Ein Herkunftsland sucht man vergeblich. Nur der wissenschaftliche Name verrät etwas: Litopenaeus vannamei, die Weißfußgarnele, beheimatet im östlichen Pazifik zwischen Mexiko und Peru – jener Weltregion, in der ein einziges Land innerhalb weniger Jahre zum mit Abstand größten Produzenten von Zuchtgarnelen aufgestiegen ist: Ecuador.