Nach dem gelungenen Auftakt in die Bundesliga-Saison 2026/27 mit dem 3:0 gegen die Wiener Austria und dem 1:1, ebenfalls daheim, gegen den FC Red Bull Salzburg, einem weiteren Eurofighter, ist der WAC mittlerweile wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. In Teil eins des Auswärts-Doppels vor zwei Wochen gab es die 1:2-Niederlage im Ländle bei Aufsteiger SC Austria Lustenau und heute beim GAK 1902 ein, wenn auch über 70 Minuten in Unterzahl, glückliches, erkämpftes 0:0. Und jetzt kommen auch noch am Dienstag im Nachtragsspiel die Überflieger des LASK ins Lavanttal. Vorher gibts Wolfsberger Wortspenden!

Fabian Wohlmuth und die Wölfe verteidigten mit Glück und Geschick in 80-minütiger Unterzahl in Graz-Liebenau ein Remis gegen den dominanten GAK 1902. Besonders bei Goalie Gütlbauer konnte sich der WAC heute bedanken.

„Vielleicht hat dieser Spielverlauf uns jetzt ein bisschen die Augen geöffnet, dass wir scharf sein müssen“

Thomas Silberberger (Trainer RZ Pellets WAC) über…

…das Spiel:

„Die Rote in der 15. Minute war eigentlich eine Kettenreaktion, bei der wir nicht ins Spiel gekommen sind, weil wir alle Zweikämpfe davor verloren haben. Das, was wir explizit die ganze Woche angesprochen haben, ist dann komplett in die verkehrte Richtung gelaufen.

Dann haben wir natürlich viel Glück gehabt, brauchen wir nicht reden. Vielleicht hat dieser Spielverlauf uns jetzt ein bisschen die Augen geöffnet, dass wir scharf sein müssen. Nicht erst scharf sein, wenn es dann passiert ist.  Von dem her, ist das Spiel eigentlich kaum zu bewerten.“

…die Anfangsphase:

„Wir haben die ganze Woche gewusst, dass das kommt. Wir haben die ganze Woche darauf hintrainiert, dass diese Intensität kommt. Dann sind wir einfach auf die zweiten Bälle schluderhaft und so weiter und sofort. Dann passiert es, dass wir eine rote Karte kriegen. Dann plötzlich wird der Schalter irgendwann umgelegt. Natürlich brauchst du dann viel Glück über 80 Minuten, ist kein Thema.“

…seinen Jubel nach dem Schlusspfiff:

„Am Ende des Tages, musst du als Trainer draußen teilweise vieles über dich ergehen lassen. Du hast ja gesehen, dass Dauerdruck ist und der GAK uns mit einem mehr über 80 Minuten reindrückt. Das war auch klar. Als Trainer musst du der Mannschaft auch immer wieder von draußen ein Gefühl mitgeben.“

„…dann werden wir das eine oder andere Mal nicht mit zwei blauen Augen rauskommen“

…die Zweikampfführung seiner Mannschaft:

„Ich habe es gerade danach im Kreis gesagt, wer es jetzt nicht kapiert hat, dass das die Österreichische Bundesliga ist, dass ich auch einmal über die Zweikämpfe ins Spiel kommen muss und will als WAC, dann werden wir es am Dienstag genauso schwer haben. Das, glaube ich, liegt auf der Hand.

Das gibt einfach die Intensität der Österreichischen Bundesliga her mit ihren Mannschaften. Wenn man da nicht scharf ist und die Zweikämpfe führt, dann werden wir schon das eine oder andere Mal nicht mit zwei blauen Augen rauskommen aus der Partie.“

„Ein sehr harter, aber ein sehr geiler Arbeitstag“

Lukas Gütlbauer (Torhüter RZ Pellets WAC) über..

…was das für ein Arbeitstag für ihn war: „Ein sehr harter, aber ein sehr geiler.“

…seine Paraden: „Das sind genau die Sachen, wofür man jeden Tag hart trainiert. Dass du dann in so einem Spiel so den Punkt darüber bekommst und als Torwart zu null spielst, ist einfach wunderschön. Ich bin überglücklich.“

„Ein sehr unglücklicher Verlauf“

Simon Piesinger (Abwehrpieler RZ Pellets WAC) über…

…den Spielverlauf:

„Ein sehr unglücklicher Verlauf. Was mich mehr stört, ist aber die Anfangsphase, in der wir noch 11-gegen-11 gespielt haben. Da waren wir eigentlich gar nicht im Spiel. Die rote Karte war eigentlich sinnbildlich für die ersten 15 Minuten. Wir haben einfach gar nicht ins Spiel gefunden, keine Zweikämpfe gewonnen, keine Zweikämpfe angenommen.

Mit einem Mann weniger war das dann besser, wir haben uns auf das Verteidigen konzentriert. Wir hatten natürlich viel zu tun, Gütlbauer war überragend im Tor. Wir hatten auch das nötige Glück und am Ende des Tages können wir mit dem Punkt auch sehr gut leben.“

„Man ist immer Zweiter und ist immer nur am Nachlaufen“

…die Anfangsphase:

„Die Gründe sind erster, zweiter, dritter Ball. Man gewinnt den ersten Zweikampf nicht, muss den zweiten dann gewinnen und gewinnt ihn auch nicht. Wenn man diese Zweikämpfe nicht gewinnt, findet man nicht ins Spiel.

Man ist immer Zweiter und ist immer nur am Nachlaufen. Da müssen wir schauen, dass wir das von Anfang an in den Griff bekommen.“

…was er aus dem Spiel mitnimmt:

„Die Mannschaftsleistung, das Defensive, die Kompaktheit. Dass wir alles reingeworfen haben, alles verteidigt haben mit allen Mitteln. Das nehmen wir mit.

Wir wissen, wenn wir kompakt sind und gut umschalten, ist es momentan sicher einfacher für uns, wie wenn wir 1 gegen 1 alles anlaufen und die Zweikämpfe nicht gewinnen.“

Siehe auch:

GAK 1902-Coach Scheiblehner: „Tormann plus viel Glück vom WAC haben Sieg verhindert“ VIDEO

Remis bei Scheiblehner-Debüt: GAK 1902 betreibt Chancenwucher vs dezimierten WAC

Spielfilm im Liveticker

Kapitän von Bord! WAC nach einer Viertelstunde zu zehnt beim GAK 1902

Statement-Quelle: Sky Sport Austria

Fotocredit: Gepa-Admiral und Harry Dostal/www.sport-bilder.at