Breitenwang – Der Film entführt die Zuschauer in den Irak der 90er-Jahre. Hier muss die neunjährige Lamia eine scheinbar unlösbare Aufgabe erfüllen. Sie zieht das Los, einen Geburtstagskuchen für Diktator Saddam Hussein zu backen. Doch im Land herrschen Mangel und Entbehrung. Zutaten wie Eier, Zucker und Mehl sind kaum zu bekommen.
Mit nur zwei Tagen Zeit bricht Lamia zu einer abenteuerlichen Suche auf. Begleitet wird sie von ihrem Klassenkameraden Saeed und ihrem Hahn Hindi. Die Reise führt sie durch eine Welt voller Ungewissheit und Härte. Doch Lamia begegnet auch Momenten von Humor, Freundschaft und Hoffnung. Der Film zeigt, wie kindliche Unschuld auf die Realität eines unterdrückten Landes trifft.
Autor und Regisseur Hasan Hadi verarbeitet in seinem Debütfilm eigene Kindheitserinnerungen. Die Geschichte spielt in den Marschlandschaften des Südiraks. Das reine Laien-Ensemble überzeugt durch Authentizität. Besonders hervor sticht Baneen Ahmed Nayyef in der Rolle der Lamia. Ihr Optimismus und Humor tragen die Figur durch alle Widerstände einer männerdominierten Welt.
„Ein Kuchen für den Präsidenten“ feierte seine Weltpremiere im Mai 2025 in Cannes. Dort wurde der Film mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt den Publikumspreis der Nebenreihe „Quinzaine des cinéastes“. Zudem gewann Hasan Hadi die Caméra d’Or für den besten Debütfilm. Der Irak hat den Film für die Oscars 2026 eingereicht. Er konkurriert in der Kategorie „Bester internationaler Film“.
Der Filmabend beginnt am 4. September um 20 Uhr im Veranstaltungszentrum. Eintritt 8 Euro, Schüler und Studenten zahlen 5 Euro.