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Sonntag, 30. August 2026 10:20
Der FC 1980 Wien hat sich in der Wiener Stadtliga drei hart erkämpfte Punkte gesichert. Aron Radvanyi erzielte in der 76. Minute nach einem Eckball den entscheidenden Treffer zum 1:0 gegen WAF pinova Telekom. Der Erfolg hing allerdings bis zum Schlusspfiff am seidenen Faden: Die Gäste vergaben einen Elfmeter und ließen in der Schlussphase mehrere hochkarätige Ausgleichschancen ungenutzt.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
WAF-Torhüter verhindert die Führung
Der FC 1980 Wien zeigte gegenüber seinem vorangegangenen Auftritt eine deutliche Steigerung und erwischte die bessere erste Hälfte. Die Gastgeber präsentierten sich engagiert, fanden offensiv immer wieder gute Lösungen und erspielten sich die klareren Möglichkeiten.
Dass es dennoch torlos in die Kabinen ging, lag vor allem am starken WAF-Torhüter. Der Schlussmann der Gäste war bei mehreren gefährlichen Abschlüssen zur Stelle und bewahrte seine Mannschaft mit guten Paraden vor einem Rückstand. WAF hielt kämpferisch dagegen, blieb im Spiel nach vorne vor der Pause aber weniger zwingend als die Hausherren.
So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, das aus Sicht des FC 1980 angesichts der besseren Chancen zu wenig war. Die Leistung im ersten Durchgang stimmte dennoch und ließ die Gastgeber zunächst auf eine Fortsetzung nach der Pause hoffen.
FC 1980 verliert unerklärlich den Faden
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bot sich dem FC 1980 eine hochkarätige Gelegenheit zur Führung. Erneut war der Torhüter der Gäste zur Stelle und entschärfte eine hundertprozentige Chance. Danach riss der Faden im Spiel der Hausherren jedoch völlig unerwartet.
Der FC 1980 stellte seine bis dahin überzeugenden Offensivbemühungen weitgehend ein und überließ WAF zunehmend die Initiative. Die Gäste erkannten ihre Möglichkeit, wurden mutiger und kamen nun zu mehreren gefährlichen Szenen. Schließlich bot sich WAF per Elfmeter die große Chance, das Spiel vollständig zu drehen und selbst in Führung zu gehen. Der Strafstoß blieb jedoch ungenutzt.
Trotz dieser deutlichen Schwächephase überstand der FC 1980 den zunehmenden Druck ohne Gegentor. Die Gastgeber fanden spielerisch zwar nicht mehr zu ihrem Auftritt aus der ersten Hälfte zurück, schlugen in der 76. Minute aber dennoch zu.
Radvanyi trifft – danach beginnt das große Zittern
Nach einem Eckball entstand im Strafraum der Gäste ein unübersichtliches Gestocher. Aron Radvanyi reagierte am schnellsten und beförderte den Ball zum 1:0 über die Linie. Der FC 1980 hatte damit ausgerechnet in jener Phase getroffen, in der WAF dem Führungstor näher gewesen war.
Für Ruhe sorgte der Treffer bei den Gastgebern allerdings nicht. Statt die Partie wieder unter Kontrolle zu bringen, begann das große Zittern. WAF warf alles nach vorne und hatte in der Schlussphase mindestens drei hochkarätige Möglichkeiten zum Ausgleich. Die Gäste brachten den Ball jedoch nicht im Tor unter und ließen damit auch ihre letzten Chancen auf einen Punktgewinn liegen.
Nach 95 Minuten durfte der FC 1980 Wien schließlich über einen glücklichen 1:0-Erfolg jubeln. Aufgrund der starken ersten Hälfte und der klareren Möglichkeiten vor der Pause waren die drei Punkte nicht völlig unverdient. Gemessen an WAFs vergebenem Elfmeter und den zahlreichen Großchancen im zweiten Durchgang hätten sich die Gäste den Ausgleich jedoch zumindest verdient.
Für den FC 1980 bleiben damit ein hart erkämpfter Sieg und eine erkennbare Steigerung gegenüber dem Vorspiel. Gleichzeitig muss die unerklärliche Passivität nach der Pause aufgearbeitet werden. Gegen WAF reichte es dank großer Moral und des nötigen Spielglücks dennoch zu drei wertvollen Punkten.
Stimme zum Spiel:
Fadil Mulalic (Trainer FC 1980 Wien):
„Die erste Halbzeit war von uns absolut in Ordnung. Wir hatten die klareren Chancen, sind aber mehrmals am sehr starken WAF-Torhüter gescheitert. Auch nach der Pause hatten wir zunächst eine hundertprozentige Möglichkeit, die er erneut hervorragend gehalten hat. Danach haben wir aus unerklärlichen Gründen aufgehört, Fußball zu spielen, und den Gegner immer stärker werden lassen.
WAF hatte einige sehr gute Gelegenheiten, hat einen Elfmeter vergeben und nach unserem Führungstor noch mindestens drei Großchancen auf den Ausgleich ausgelassen. Deshalb war es am Ende sicherlich ein glücklicher Sieg. Der Gegner hätte sich zumindest einen Punkt verdient, so ehrlich muss man sein. Trotzdem war es eine deutliche Steigerung gegenüber unserem letzten Spiel. Wir haben uns diese drei Punkte sehr hart erkämpft und nehmen sie natürlich gerne mit.“
Wiener Stadtliga: 1980 Wien : WAF – 1:0 (0:0)
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