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Er wurde in dieser Zweitliga-Saison noch keine Minute eingesetzt, steht aber in den letzten Tagen im Mittelpunkt: Mittelfeldspieler Boris Mamuzah Lum (18)! Gleich drei Klubs haben sich kürzlich nach dem deutschen U19-Vize-Europameister erkundigt. Während Lum am Samstag für Herthas U23 auflief und gegen Halle (0:2) nach einem leichtem Schubser Rot sah, liefen im Hintergrund intensive Sondierungsgespräche.
Ein Bewerber: Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Nürnberg („kicker“ berichtete zuerst). Nach BILD-Informationen erkundigten sich die Franken bei Hertha nach einem Leihgeschäft mit Kaufoption. Bereits im letzten Winter beschäftigte sich der Club mit einem Kaufangebot, allerdings deutlich unter Mamuzah Lums Ausstiegsklausel von drei Mio. Euro (BILD berichtete).

Boris Mamuzah Lum wartet in dieser Saison noch auf seinen ersten Einsatz im Profiteam von Hertha BSC
Foto: picture alliance/Maximilian Koch
BILD weiß: Auch Österreichs Erstligist Austria Wien interessierte sich für ein Leihgeschäft von Mamuzah Lum. Mit Red Bull Salzburg sollen zumindest Gespräche stattgefunden haben. Doch einen Wechsel wird es wohl nicht geben. Diese Entscheidung sollen Herthas Bosse inklusive Trainer Stefan Leitl (49) jetzt intern getroffen haben. Zuvor sollen auch Gespräche mit dem Profi stattgefunden haben, um ihm den Rückhalt aus dem Klub zu signalisieren.
Herthas Verantwortliche stärken Mamuzah Lum in Gesprächen den Rücken
Mamuzah Lum gilt als eines der Top-Talente aus der eigenen Akademie, der bei Herthas Fans allergrößte Beliebtheit erfährt. Trainer Leitl weiß, was er an Mamuzah Lum hat, der mit guten Trainingsleistungen zu überzeugen weiß. Dass in allen vier Pflichtspielen andere defensive Mittelfeldspieler den Vorzug bekamen, liegt an der aktuellen Erfolgsserie. Bei den vier Siegen machten Paul Seguin und Kevin Sessa in der Startelf einen tollen Job. Als Joker erhielt Pascal Klemens zuletzt den Vorzug vor Mamuzah Lum.
Deshalb witterte Nürnberg nun die Chance, die Ausbildung des deutschen Toptalents zu übernehmen. Hertha will diesen Part aber lieber selbst fortführen. Auf die Zweitliga-Premiere in dieser Saison muss Mamuzah Lum allerdings noch etwas warten. Nachdem er letzten Samstag für mehr Spielpraxis freiwillig für Herthas U23 gegen Halle (0:2) aufgelaufen war, sah er in der 88. Minute nach einem leichten Schubser gegen Lennard Becker (der hatte zuvor Herthas Jelani Ndi umgesenst) Rot. Eine harte Entscheidung. Mamuzah Lum drohen zwei Spiele Sperre. Nach Ablauf der Sperre möchte Lum dann endlich loslegen – Stand jetzt bei Herthas Profis!