Ein ehemaliger Funktionär des SCR Altach ist nach heimlichen Film- und Fotoaufnahmen von Spielerinnen weltweit für sämtliche fußballbezogenen Tätigkeiten gesperrt worden. Die FIFA-Disziplinarkammer hat das entsprechende Urteil gefällt, die Entscheidung ist bereits rechtskräftig. Der ehemalige Funktionär soll im Zeitraum von 2018 bis 2025 Spielerinnen in den Umkleideräumen beim Umziehen und Duschen heimlich gefilmt und fotografiert haben. Die weltweite Sperre geht aus einer Anfrage der globalen Spielergewerkschaft FIFPRO an den Weltverband FIFA hervor, die der APA vorliegt.

FIFA zieht nach heimlichen Aufnahmen von Spielerinnen Konsequenzen

Die österreichische Vereinigung der Fußballer (VdF) hatte gemeinsam mit FIFPRO einen entsprechenden Antrag eingebracht. Bei der VdF wird die Entscheidung als wichtiges Signal für den Schutz der Spielerinnen gesehen.

Christos Papadimitriou, bei der VdF für den Frauenfußball zuständig, machte sinngemäß deutlich, dass das heimliche Filmen in der Kabine eine klare Grenze überschreite. Die weltweite Gültigkeit der Sperre verhindere zudem, dass sich ein Betroffener den Konsequenzen durch einen Wechsel ins Ausland entziehen könne.

Bereits im Februar war der Schweizer am Landesgericht Feldkirch verurteilt worden. Das Gericht verhängte eine bedingte Haftstrafe von sieben Monaten sowie eine unbedingte Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro.