Der Charme eines kleinen Festivals hatte zahlreiche Besucher angelockt beim Forest Metal Festival in Bad Wörishofen. Zum dritten Mal fand das Fest statt, dieses Mal mit vier Tagen Musik und sechs Tagen Camping und noch mehr Bands, die für großartige Stimmung und tolle Atmosphäre sorgte. Die „Aeon Gods“ mit Musikern aus dem Norden, von Lübeck bis Bremen, waren alle aufwendig geschminkt und im Gothic-Stil gekleidet. Ihre Musik nennen sie „Symphonic Power Metal“ und behandeln Themen aus der Mythologie. Nach ihrem Auftritt waren die Bandmitglieder selbst auf dem Gelände unterwegs und ließen sich gern mit Fans fotografieren.

Die Band „Legende von Nord“ greift nordische Mythologie auf

Auch die Band „Die Legende von Nord“ aus der Nähe von Göttingen bedient sich der nordischen Mythologie, verarbeitet aber auch märchenhafte Themen. Sie arbeiteten auf der Bühne mit dekorativen Objekten wie Fahnen, einer Krone, einem Kerzenleuchter oder mit Sense und Hammer, um die Bösewichte in den Texten wehrhaft zu machen.

Die Band „Ozzyfied“ mit dem Sänger Henning Wanner huldigte dem großen Vorbild Ozzy Osbourne und hält die Erinnerung an den Sänger von Black Sabbath am Leben.

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Die Band „Ozzyfied“ mit dem Sänger Henning Wanner huldigte dem großen Vorbild Ozzy Osbourne und hält die Erinnerung an den Sänger von Black Sabbath am Leben.
Foto: Ulla Gutmann

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Die Band „Ozzyfied“ mit dem Sänger Henning Wanner huldigte dem großen Vorbild Ozzy Osbourne und hält die Erinnerung an den Sänger von Black Sabbath am Leben.
Foto: Ulla Gutmann

Ganz anders wiederum schaut es bei „Ossyfied“ aus, eine deutsche Tribute-Band für Ozzy Osbourne und Black Sabbath, die im Jahr 2017 im Bergischen Land gegründet wurde. Dem Sänger gelingt es, die Bewegungen und Verhaltensweisen seines Vorbilds perfekt nachzuahmen – und er sieht ihm ohnehin sehr ähnlich. Henning Wanner zeigt mit starker Stimme und Präsenz seinen tiefen Respekt für das Original – nicht Nachahmung, sondern echte Leidenschaft für die Musik und das Vermächtnis des „Prince of Darkness“.

Die spanische Band „Ravenblood“ hatte ihren weltweit einzigen Auftritt in diesem Jahr in Bad Wörishofen.

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Die spanische Band „Ravenblood“ hatte ihren weltweit einzigen Auftritt in diesem Jahr in Bad Wörishofen.
Foto: Ulla Gutmann

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Die spanische Band „Ravenblood“ hatte ihren weltweit einzigen Auftritt in diesem Jahr in Bad Wörishofen.
Foto: Ulla Gutmann

Sehr sympathisch gaben sich die Musiker der spanischen Band „Ravenblood“, die Melodic-Death-Metal spielen und in Bad Wörishofen heuer ihr einziges Konzert spielen. Ansonsten arbeiten sie an ihrem neuen Album. Schaurig und dunkel wurde es wiederum bei „Ghosts of Atlantis“, die mit Make-Up, Gewand und dem typischen „Growling“ – ein tiefer, dunkler, gutturaler Gesang, die Menge für sich einnahmen. „Da weiß man, wie es in der Hölle sein wird“, kommentiert ein Besucher grinsend.

Vor der Bühne in Bad Wörishofen tobten die Fans

Die letzte Band am letzten Tag, „Dust Bolt“, aus Landsberg am Lech, beschallte das Gelände mit extra lautem Thrash Metal, und gaben zum Abschluss noch mal alles. Die Musiker trugen alle lange Haare, die sie wild durch die Luft schleuderten. Mit Gesang, Gitarrenklängen und Schlagzeug brachten sie die die Fans vor der Bühne zum Toben.

Bilder vom Forest Metal Festival Tag zwei bis vier

Der Sänger von Lacrimas Profundere riss das Publikum mit und tanze mitten auf der Wiese und holte auch einen Besucher auf die Bühne.

Über 30 Grad Hitze und Regenschauer, das Wetter und die Stilrichtungen der Metalbands aus aller Welt boten Vielfalt für die zahlreichen Metalfans.

Einen echten Höhepunkt bildete die Band „Lacrimas Profundere“ aus Waging am See. Sänger Julian Larre, der eine unglaubliche Energie auf der Bühne entwickelte, präsentiert mit seinem Musikern Dark Rock vom Feinsten. Die Fans zum Tanzen und Mitsingen brachte, sich dazu in die Menge stürzte und tanzte. Man könnte sagen, keiner konnte ihm widerstehen.

Metal Heads mit Miles dem Dachs, der in Kaufbeuren lebt, und gern auf Metal-Festivals auftaucht.

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Metal Heads mit Miles dem Dachs, der in Kaufbeuren lebt, und gern auf Metal-Festivals auftaucht.
Foto: Ulla Gutmann

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Metal Heads mit Miles dem Dachs, der in Kaufbeuren lebt, und gern auf Metal-Festivals auftaucht.
Foto: Ulla Gutmann

Die Besucher kamen bis aus Wien, ein Ehepaar aus Chur in der Schweiz war eigens zum Konzert von „Die Legende von Nord“ gekommen, in der ihr Sohn Bassist ist. Lehrerin Nina Seitz aus Türkheim lobte vor allem das harmonische Miteinander auf dem Festival, die Hilfsbereitschaft und auch das Veranstaltungsteam. „Auch, wenn mal etwas schief läuft, tun die hier alles, um den Besuchern und Besucherinnen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen“, lobte sie. Auch ein alter Stammgast war wieder auf dem Gelände dabei: Miles, der ausgestopfte Dachs, der mit Herrchen und Frauchen aus Kaufbeuren angereist war. Er ist von Anfang an beim Forest Metal Fest dabei, aber auch auf anderen Festivals anzutreffen. Seine Abenteuer kann man auf Instagram @Miles_der_Dachs verfolgen.

Im vergangenen Jahr zeigte sich bereits, dass das Festival an Zugkraft gewinnt. Die Fans feierten auch dieses Jahr friedlich und hatten ihren Spaß mit Bands, für die normalerweise weitere Anreisen nötig sind.