Da war sie wieder: die „Wattener Wundertüte“. Nachdem die WSG Tirol nach nur einem Punkt aus drei Spielen auswärts beim bis dato form- und heimstarken Aufsteiger SC Austria Lustenau wohl von manchem wenig zugetraut worden war, schlugen die Tiroler am vergangenen Freitag konsequent zu und kehrten mit einem 4:0-Sieg und dem ersten Dreier zurück. In Teil zwei des Auswärtsdoppels innerhalb von sechs Tagen will die WSG morgen in der Nachtragspartie der vierten Bundesliga-Runde bei Austria Wien (18:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) nachlegen. Der letzte und zugleich einzige WSG-Sieg in Wien liegt sieben Jahre zurück.

In ihrer „englischen Woche“ ist die WSG Tirol stets auf Reisen. Erst ging es nach Lustenau, nun nach Wien und ins Burgenland, wo nach dem Bundesliga-Spiel gegen die Austria am Samstag das ÖFB-Cup-Spiel der zweiten Runde beim Viertligisten SV Leithaprodersdorf auf dem Programm steht.
Fünf-Tages-Tour im Osten
Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte der Tiroler Bundesligist spielfrei, da das Auswärtsduell gegen die Austria auf den morgigen Mittwoch verschoben wurde. Die Zeit ohne Pflichtspiel konnte Cheftrainer Philipp Semlic intensiv und hervorragend nutzen – was sich prompt bezahlt machte: Am vergangenen Freitag konnten die Grün-Weißen in Lustenau in überzeugender Manier mit einem 4:0-Erfolg den ersten Saisonsieg einfahren.
Nun geht es Schlag auf Schlag: Am heutigen Dienstag reisen Rückkehrer Matthäus Taferner & Co. in den Osten, wo die Mannschaft auch die kommenden Tage verbringen wird. Der Grund: Bereits am Samstag steht im Burgenland beim SV Leithaprodersdorf die 2. Runde im UNIQA ÖFB-Cup an.
Für die „Veilchen“ aus Wien fiel die Erholungszeit im Vorfeld dieses Nachtragsspiels deutlich kürzer aus. Kapitän Manfred Fischer und Co. gastierten erst am Sonntagabend bei den Roten Bullen in Salzburg und waren dort bei der 1:4-Niederlage chancenlos. Allgemein verläuft die Bundesliga-Saison für die Austria – wohl auch aufgrund der europäischen Mehrfachbelastung in den vergangenen Wochen und des Verletzungspechs – noch nicht nach Maß: Mit nur einem Sieg aus vier Spielen sitzen die Favoritner derzeit am Tabellenende und wollen vor heimischem Publikum in Fahrt kommen.
Letzter und einziger WSG-Sieg in Wien-Favoriten im Oktober 2019
Die WSG hat dagegen ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck und will bei der Austria nach langer Zeit wieder voll punkten. Der letzte Sieg in Wien-Favoriten ist allerdings schon lange her und datiert aus dem Oktober 2019 – der ersten Bundesliga-Saison der Tiroler. Überhaupt gewannen die Tiroler nur eines der vergangenen 16 Bundesliga-Spiele gegen die Veilchen – am 23. April 2024 mit 1:0 daheim (dazu 5 Unentschieden, 10 Niederlagen).
Die Aufgabe ist auch morgen keine einfache. Dennoch glaubt das Semlic-Team an seine Chance. Im vergangenen Herbst wurden immerhin auch die Negativserien beim damaligen Titelverteidiger SK Sturm Graz und dem einstigen Serienmeister FC Red Bull Salzburg beendet und sensationelle Auswärtssiege eingefahren. Auch bei der Wiener Austria wurde gepunktet und ein 0:0 errungen.
Zusätzliche Zuversicht schöpfen die Gäste für Mittwochabend am Verteilerkreis dank eines gewachsenen Kaders. Seit gestern zählt mit Rückkehrer Matthäus Taferner wieder eine absolute Identifikationsfigur der vergangenen Jahre zum WSG-Aufgebot. Thomas Sabitzer (Muskelverletzung) und „Geburtstagskind“ Quincy Butler (Kreuzbandriss) sind dagegen weiterhin nicht verfügbar.
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Unsere Nr. 7 feiert heute seinen 25. Geburtstag. 𝗛𝗮𝗽𝗽𝘆 𝗕𝗶𝗿𝘁𝗵𝗱𝗮𝘆 Quincy und weiterhin alles Gute auf deinem Weg zurück! 💪🏻🥳 pic.twitter.com/YBKtm2N839
— WSG Tirol (@WSGTIROL) September 1, 2026
Fotocredit: WSG Tirol