Endspurt in die Puntigamer Straße und Elisabethinergasse, aber an vielen Stellen im Grazer Straßennetz haben weiter die Bagger das Sagen. Ein Überblick für den Herbst.

Bald aufatmen können viele Auto- und Öffifahrer in Graz, wenn zwei Großbaustellen an sehr neuralgischen Punkten im Grazer Straßennetz fertiggestellt werden: Sowohl in der Puntigamer Straße als auch in der Elisabethinergasse ist man laut Holding Graz im Zeitplan. Die Arbeiten sind Ende Oktober abgeschlossen. Die Puntigamer Straße ist bis dahin weiterhin in beide Fahrtrichtungen nur einspurig befahrbar, was speziell zu den Stoßzeiten zu Staus führt. Grund der Arbeiten: Es wird eine neue Fernwärmeleitung gebaut, um den Bezirk Puntigam und das Gebiet „Triester Straße Süd“ versorgen zu können. Zusätzlich hat man die Wassertransportleitung (Baujahr 1950), die dort verläuft, auf einer Länge von fast sieben Kilometern erneuert.

Auch in der Elisabethinergasse werden neue Leitungen für Fernwärme, Kanal, Wasser und Strom verlegt. Zusätzlich wird aber auch die Straße teils neu gestaltet, vor allem die Haltestellenbereiche für die Busse sind künftig barrierefrei. Die Ampelanlagen werden „technisch optimiert, um das Unfallrisiko zu minimieren“, wie es bei der Holding heißt, und neue Grünflächen sollen die Aufenthaltsqualität an der vielbefahrenen Kreuzung erhöhen. Fertigstellung ist auch hier Ende Oktober. Bis dahin ist die Elisabethinergasse weiter nur einspurig und während der gesamten Bauzeit nur Richtung Norden befahrbar. Dazu gibt es ein Linksabbiegeverbot in die Ungergasse.

Baustellen: Wo in Graz noch länger gegraben wird

Das sind die guten Nachrichten. Der Blick in den frischen Baustellenkalender für den Herbst zeigt aber: Es wird noch an vielen Stellen in Graz gegraben, Straßensperren inklusive. Die neueste Baustelle ist jene in der Kaiserfeldgasse, wo die historische Allee gerettet werden soll und die Gasse in eine Begegnungszone umgebaut wird. Die drei Etappen ziehen sich bis September 2027, Teile der Kaiserfeldgasse sind für Pkw und Rad gesperrt.

Noch viel länger dauert die Baustelle in der Hilmteichstraße. Dort wird ja bekanntlich ein Speicherkanal sowie ein zweites Tramgleis errichtet. Bis alles – inklusive Schließung der Radweglücke – fertig ist, wird es März 2028. Für Autofahrer ist die Hilmteichstraße eine Einbahn von Süd nach Nord. In die umgekehrte Richtung führt der Weg über die Hilmgasse und die Heinrichstraße. Öffi-Fahrer müssen bis zum Ende der Baustelle per Ersatzbus nach Mariatrost.

Die Sperre der Steyrergasse auf Höhe Remise ist seit Kurzem wieder aufgehoben, genauso wie jene der Herrgottwiesgasse bei der ÖBB-Unterführung. Weiterhin gesperrt ist allerdings der Abschnitt der Triester Straße 20 bis 25, ebenfalls wegen der Sanierung der dortigen ÖBB-Unterführung. Diese Sperre wird bis zum 13. September dauern.