Die „Uncomfy Couch“ ist noch bis 3. September am Wiener Westbahnhof zu sehen. Begleitet wird die Installation von Auftritten heimischer Musiker:innen bei freiem Eintritt.

Eine Couch, die ihren eigentlichen Zweck kunstvoll verfehlt. Die stachelige Installation namens „Uncomfy Couch“ ist alles andere als gemütlich – und genau das ist die Absicht. Sie fungiert als kreativer Weckruf, der Menschen dazu bewegen soll, aufzustehen und auszugehen. Zu sehen ist dieses ungewöhnliche Designobjekt vom 1. bis 3. September 2026 auf dem Europaplatz direkt am Wiener Westbahnhof.

Inszeniert wurde die unkonventionelle Aktion von der Agentur Jung von Matt Donau im Auftrag von oeticket. Bei der Gestaltung ließen die Wiener Künstlerinnen Ella und Zoe Guggenbichler ihrer Kreativität freien Lauf. Das visionäre Projekt ist Teil einer Kampagne, die den spürbaren Konkurrenzkampf zwischen realen Freizeitaktivitäten und der allgegenwärtigen digitalen Ablenkung in den eigenen vier Wänden thematisiert.

Live-Musik und freier Eintritt

Für die Inszenierung brachte Jung von Matt das stachlige Sofa bewusst in einen unerwarteten Kontext und platzierte es direkt vor einem großen, schwedischen Einrichtungshaus in Wien, wo sich normalerweise alles um Komfort und Gemütlichkeit dreht. „Die Idee der Uncomfy Couch bringt unsere Mission unbequem auf den Punkt: Leute von der Couch zurück ins echte Leben holen“, so Christoph Klingler, CEO von oeticket. 

Die Installation dient zugleich als Bühne für drei kostenlose Konzerte. Den Auftakt machte Sofie Royer am 1. September. Am Mittwoch, dem 2. September folgte Musikerin Sodl, einen Tag darauf Marley Wildthing. Zusätzlich verlost oeticket vor Ort drei Gutscheine im Wert von jeweils 250 Euro. Informationen zur Teilnahme erhielten Besucher:innen direkt bei der Installation.

Kampagne reagiert auf verändertes Ausgehverhalten

Hinter der Aktion steht die Annahme, dass Streamingplattformen, soziale Medien und andere digitale Angebote das Zuhausebleiben zu einer stärkeren Konkurrenz für Live-Veranstaltungen gemacht haben. oeticket beauftragte dazu eine Marketagent-Befragung. Laut einem Bericht von The Gap gaben sechs von zehn Befragten zwischen 14 und 45 Jahren an, lieber zu Hause zu bleiben, als auszugehen. 

Zugleich spricht die Entwicklung der Ticketverkäufe nicht für einen generellen Rückzug von Live-Veranstaltungen. Klingler beziffert die Verkäufe auf rund 20 Prozent über dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie. Das größere Problem sieht er vielmehr darin, dass sich Besucher:innen stärker auf einzelne, meist teurere Großveranstaltungen konzentrierten. Für kleinere und weniger bekannte Acts werde es dadurch schwieriger, Publikum zu erreichen. 

Von der Installation zum Social-first-Content

Die „Uncomfy Couch“ ist für oeticket damit nicht nur ein Appell zum Ausgehen, sondern vor allem ein aufmerksamkeitsorientiertes Kampagnenmotiv. Über soziale Medien, Influencer:innen-Kooperationen und Medienberichterstattung soll die Installation auch über ihren Standort hinaus Reichweite erzielen.

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