Motorsport zieht Menschen in den Bann.
Während vor allem das Geschehen auf der Strecke für Unterhaltung sorgt, spielen für ein einzigartiges Gesamterlebnis auch weitere Parameter eine wichtige Rolle.
So können die Streckenbetreiber zudem mit der landschaftlichen Kulisse, Sichtverhältnissen, An- und Abreise, Atmosphäre sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.
40 Rennstrecken aus F1 und MotoGP bewertet
Das renommierte italienische Ingenieurs- und Architekturbüro Studio Dromo hat es sich zur Aufgabe gemacht, 40 Rennstrecken der Formel 1 und MotoGP nach insgesamt 13 Parametern zu bewerten.
Auf Basis quantitativer Daten aus über 400.000 Google-Bewertungen sowie einer qualitativen Analyse von elf Erlebnisdimensionen der Fan-Reise vergleicht die Studie die Kurse und zeigt, wieso ein legendäres Streckenlayout noch lange kein reibungsloses Zuschauererlebnis bietet.
Der Sieger: Der Red Bull Ring in Spielberg.
Spielberg: Kulisse, Sicht, Sauberkeit und Organisation als Erfolgsfaktoren
Mit 89,6 von 100 möglichen Punkten setzen die Ingenieure und Designer die Rennstrecke in der Steiermark an die Spitze des Klassements.
Speziell die Lage und der besondere Blick über fast die gesamte Piste sorgen für den Sieg. Weitere Erfolgsfaktoren sind Sauberkeit, Organisation und das alpine Panorama. Abzüge bekommt der Red Bull Ring dagegen für die begrenzten Schattenplätze und Staus zu den Stoßzeiten.
Auf den Rängen zwei und drei folgen Zandvoort (87,8) und die Motorrad-Kultstrecke Assen (87).
Spa und Monza im Mittelfeld – neue F1-Strecken und MotoGP-Kurse am Ende
Die Studie zeigt auch schonungslos auf, dass Tradition und Mythos noch lange kein gutes Zuschauererlebnis ausmachen. So stürzen ikonische F1-Strecken wie Spa-Francorchamps (19.) und Monza (26.) im Ranking ab. Ewig lange Fußwege, stundenlange Staus bei der Abreise und veraltete Sanitäranlagen wirken sich dabei negativ aus.
Aber auch neue Strecken bekommen ihr Fett weg: Miami, Jeddah und Las Vegas landen nur auf den Plätzen 35 bis 37 – speziell bei letzterer sind abgeschottete Bereiche sowie hohe Ticketpreise für das schwache Abschneiden verantwortlich.
Die hintersten Plätze belegen mit Aragon (38.), Le Mans (39.) und dem Balaton Park Circuit (40.) drei MotoGP-Strecken.