Alphaville-Sänger Marian Gold schäumt: Die Münsteraner Pop-Gruppe, die in den 1980er Jahren mit Hits wie „Big in Japan“, „Forever Young“ und „Sounds Like A Melody“ weltweit Chart-Erfolge feierte, ist überraschend vom „Glücksgefühle“-Festival auf dem Hockenheimring ausgeladen worden, wo die Band am Freitag hätte auftreten sollen.
Die Begründung der Absage habe die Band „fassungslos“ gemacht, schreibt Gold auf Facebook. Laut Gold verwies der Veranstalter darauf, dass „wir keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art auf unserer Bühne dulden.“ Gold schreibt von einem „Maulkorberlass“, wie es ihn in Diktaturen gebe. „Alphaville halten Meinungsfreiheit, Toleranz und Demokratie noch immer für hohe Güter, die mit allen legalen Mitteln verteidigt werden müssen“, so Gold. Die Band nehme die Ausladung zur Kenntnis. „Dieser feindselige und vollkommen unnötige Aktlässt tief blicken, was das Demokratie- und Werteverständnis der Verantwortlichen des Glücksgefühle-Festivals betrifft.“ Die Gruppe werde sich weiter für Toleranz, Freiheit und Demokratie einsetzen.
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Kommentar
Absage des Alphaville Konzerts – Eine politische Entscheidung
Festival-Veranstalter Markus Krampe (55) äußerte sich in der „Bild“-Zeitung zur Alphaville-Ausladung, nannte das Verhalten der Band und Marian Gold „inakzeptabel“: „Wir lassen uns nicht in irgendeine politische Ecke drängen und werden uns hier mit allen Mitteln wehren. Das „Glücksgefühle“-Festival sei sei „komplett unpolitisch“. Egal, um welche politische Richtung es gehe. Krampe zur „Bild“: „Unsere Haltung ist klar: Das „Glücksgefühle“-Festival ist und bleibt ein Ort, an welchem ausdrücklich jeder seine Sorgen des Alltags vergessen kann und soll. Da gehört es auch dazu, das Thema Politik, das die Menschen in Deutschland aktuell am meisten spaltet, außen vorzulassen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen – jenseits jeglicher möglicher Konflikte.“