War es denn notwendig, die Band in der letzten Dekade quasi ruhend zu stellen, um eure Freundschaft untereinander zu bewahren? Meistens machen Bands aus Zwang so lange weiter, bis sie sich nicht mal mehr in die Augen schauen können …
Wir wollten von Anfang nicht nur von der Musik leben müssen und hatten früh ein Tonstudio und ich habe sowieso immer 100.000 andere Sachen gemacht. Immer weitermachen und alles auf eine Karte zu setzen, das war uns stets zu riskant. Wir kennen Musiker, die das machten. Die konnten dann knapp davon überleben, aber das wäre mir zu gefährlich gewesen. Der Grund, warum wir das heute noch machen können, ist sicher auch, dass wir früher nicht dauernd aufeinandergepickt sind, sondern jeder neben Heinz aus Wien sein Leben führte. All die Kontakte, die wir hatten, haben zum großen Ganzen geführt. Viele Bands wie uns gab es damals nicht, die im Fernsehen und Radio waren, nachdem Bogdan Roščić als Ö3-Chef die Playlist mit Autobots programmiert hat und die österreichische Musik aus dem Radio vertrieb. Da begann die Abwärtsspirale heimischer Musik und wir fielen mitten in diese Zeit. Es war ein glücklicher Zufall, dass wir andere Ventile fanden, um stattzufinden.