Wer an Busreisen denkt, hat oft das Bild einer etwas altmodischen Art zu reisen vor Augen, beliebt vor allem bei Menschen im Rentenalter.


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Inzwischen erleben Busreisen jedoch eine Renaissance – und sie sind eine sehr komfortable und unkomplizierte Möglichkeit, Länder zu erkunden.

Die in Genf ansässige International Road Transport Union (IRU) unterstützt diesen Trend (Quelle auf Englisch) und lobt die Vorteile von Busreisen.

„Reisebusse bringen Besucher von Flughäfen, Häfen und Bahnhöfen in historische Städte, an Küstenorte, in Bergdörfer und zu kulturellen Sehenswürdigkeiten“, heißt es in einer Mitteilung der IRU.

„Sie machen Klassenfahrten möglich, unterstützen Business-Events und Konferenzen, erleichtern Gruppenreisen und bieten erschwingliche Ferien für Familien, junge Menschen und Senioren.“

Der Verband betont zudem, dass Reisebusse flexibel sind. Sie erreichen auch kleinere Städte, ländliche Regionen und neue Ziele, was mit anderen Verkehrsmitteln oft nicht klappt.

Nach Angaben der IRU sind Busreisen auch aus Umweltsicht sehr gut. Durch die hohe Auslastung und den geringen Ausstoß von Treibhausgasen pro Fahrgast schneiden sie ähnlich ab wie der Fernverkehr auf der Schiene. Außerdem sind Busreisen oft günstiger als andere Urlaubsformen.

Wer Busreisen selbst ausprobieren möchte, findet hier einige der derzeit spannendsten Angebote quer durch Europa.

Road to Rome: Luxusbusreise mit Insight Vacations

Die Qualität und der Komfort von Reisebussen unterscheiden sich teils deutlich. Insight Vacations setzt auf Luxusbusse mit doppelt so viel Beinfreiheit und stabilem WLAN.

Das Paket „Road to Rome“ (Quelle auf Englisch) eignet sich ideal für den Einstieg in die Welt der Busreisen. Die zwölftägige Tour startet in Paris und führt die Gäste durch Frankreich, die Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Italien und in den Vatikanstaat.

Übernachtet wird in verschiedenen Vier-Sterne-Hotels. Vor Ort erleben die Teilnehmenden die Ziele mit fachkundigen Reiseleitungen und bevorzugtem Zutritt ohne Anstehen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Best of Italy: Rundreise mit Trafalgar Coach Tours

Die Tour von Trafalgar (Quelle auf Englisch) beginnt und endet in Rom – eine gute Wahl für alle, die vor allem ein Land intensiv kennenlernen möchten.

Die beliebteste Reise des Veranstalters führt die Gäste in 13 Tagen von der Ewigen Stadt nach Toskanas Hügeln und weiter nach Venedig, Florenz und Pompeji.

Auf dem Programm stehen außerdem eine Bootsfahrt zur Trauminsel Capri und ein Abstecher zum oft unterschätzten Lago Maggiore, der mit dem sehr beliebten Comer See konkurriert – der ebenfalls Teil dieser Route ist.

Wer nur ein Land bereist, taucht tiefer in Kultur, Sprache und Alltag ein. Die Gäste müssen sich nicht ständig merken, wie „Hallo“ und „Danke“ in verschiedenen Sprachen heißen.

Balkan Kaleidoscope: Busrundreise mit Penguin Travel

Steht der Balkan auf der persönlichen Wunschliste, bietet sich eine Busrundreise durch die Region an.

Penguin Travels Tour „Balkan Kaleidoscope“ (Quelle auf Englisch) startet in Sofia und führt weiter nach Belgrad in Serbien und in Bosnien und Herzegowinas Hauptstadt Sarajevo.

Der klimatisierte Reisebus passiert außerdem Kroatien, Montenegro, Kosovo, Albanien und Nordmazedonien. Unterwegs besichtigt die Gruppe UNESCO-Stätten wie die Altstadt von Dubrovnik und die Bucht von Kotor.

Die Gäste übernachten in komfortablen Drei-Sterne-Hotels und kehren am Ende der Reise nach Sofia zurück. Von dort geht es entweder nach Hause oder weiter zu eigenen Entdeckungen auf dem spannenden Balkan.

Best of Eastern Europe: Rundreise mit Globus

Diese Globus-Tour (Quelle auf Englisch) beginnt und endet in Berlin, dauert 14 Tage und bietet einen umfassenden Überblick über das, was der Veranstalter als Osteuropa bezeichnet. Manche würden die besuchten Länder eher Mitteleuropa zuordnen.

Von der deutschen Hauptstadt aus bringt ein Komfortreisebus die Gäste durch Deutschland, Polen, die Slowakei, Ungarn, Österreich und Tschechien.

Zu sehen sind unter anderem das Brandenburger Tor in Berlin, die gotische Johanneskathedrale in Warschau und die berühmte Astronomische Uhr in Prag.

Die rund 2.048 Kilometer lange Route umfasst auch Besuche in Auschwitz, am Kloster Jasna Góra im polnischen Tschenstochau und im Dresdner Zwinger – jeweils mit fachkundigen Erläuterungen.

Berlin-Prag-Wien-Budapest: Städteroute mit FlixBus

Wer organisierte Reisen nicht mag, kann seine Europa-Tour problemlos selbst planen und trotzdem mit dem Bus unterwegs sein.

Hier kommt FlixBus ins Spiel. Das Unternehmen hat kürzlich seine Lieblingsstrecken für sogenanntes „Trip-Maxxing“ mit eigenen Bussen vorgestellt.

Wie Euronews Travel berichtete, empfiehlt FlixBus mehrere Routen mit vier Stopps, bei denen jede Etappe unter fünf Stunden dauert. Am besten schneidet die Verbindung von Berlin über Prag weiter nach Wien und Budapest ab.

Auf dieser Strecke kommen Fans von Nachtleben besonders in Berlin auf ihre Kosten, zudem bieten alle vier Städte reichlich Geschichte und Kultur.

Wer individuell reist, entscheidet selbst, wo er übernachtet und wie das Budget aussieht. Durch die kürzeren Fahrten gibt es etwas weniger Gelegenheit, im Bus neue Bekanntschaften zu schließen – für manchen Typ Reisende ist das sogar ein Pluspunkt.